Revis(ualis)ing Intersectionality

 


Drittmittel-Projekt: Revis(ualis)ing Intersectionality

gefördert durch die VolkswagenStiftung

Beginn: 1.1.2019

Dauer: 18 Monate

Bezüge: Kooperation mit Prof. Elahe Haschemi-Yekani, Humboldt-Universität zu Berlin

Projektteam: Prof. Dr. Magdalena Nowicka (Projektkoordination),  Dr. Tiara Roxanne


 

Inhalt und Fragestellung

Ausgehend von der visuellen Sphäre widmet sich das Projekt der Frage, wie ein Fokus auf Visualität dazu beitragen könnte, Methodologien der Intersektionalitätsforschung weiter zu entwickeln. Das Forschungsparadigma der Intersektionalität geht bisher von Kategorien aus, um Körper und Prozesse der sozialen Stratifizierung zu beschreiben. Wir wollen die Perspektive wechseln und schlagen vor, eine Methodologie zu erproben, die von visueller Vieldeutigkeit als Grundprämisse ausgeht. Entgegen dem oft angebrachten Einwand „Wir brauchen Kategorien, um die Welt zu verstehen“ wollen wir erkunden, ob die angenommenen Kategorien der Wahrnehmung menschlicher Differenz eher im Wege stehen und damit letztlich das Verstehen sozialer Ungleichheiten verhindern.

In diesem Sinne handelt es sich um ein Grundlagenprojekt, deren Erkenntnisse allgemein der Forschung dienen können, die sich mit Fragen rund um Geschlecht, Alter und ethnische Zugehörigkeit beschäftigen und diese in einer intersektionalen Perspektive angehen. Des Weiteren ist das Ziel dieses Projekts, zu der Entwicklung neuer Forschungsmethoden beizutragen.


Methodik und Arbeitsschritte

 

In einer ersten Phase explorativer Workshops werden Künstler*innen, Philosoph*innen und Kognitionswissenschaftler*innen eingeladen, um den visuellen öffentlichen Raum, welcher alltägliche visuelle Artefakte wie Beschilderungen umfasst, zu untersuchen und dabei zu testen, ob sich neue Formen des Sehens entwickeln lassen, die eher auf Existenzweisen als auf vermeintlich fixe Bedeutungen gerichtet sind, die an physische Charakteristika geknüpft werden. In der Folge dieser Workshops werden die Ergebnisse in einem Handbuch festhalten, das in seinem Layout und unter Einbezug visueller Materialien einer solchen Re/Vision der Intersektionalität Rechnung tragen soll.

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