Bildungsverläufe und Bildungsteilhabe von Kindern aus zugewanderten Familien und Familien mit Fluchterfahrung

 


Projekt: Bildungsverläufe und Bildungsteilhabe von Kindern aus zugewanderten Familien und Familien mit Fluchterfahrung

Beginn: 15.9.2018

Dauer: 24 Monate

Mitarbeiter: Valentin Feneberg, Dorothea Rausch


 

Inhalt und Fragestellung

Bezüglich Bildung und Bildungsverläufen von Kindern aus zugewanderten Familien und Familien mit Fluchterfahrung gibt es in Deutschland eine breite Forschung, eine vergleichsweise sehr gute Datenlage und hervorragende wissenschaftliche Publikationen. Dennoch besteht ein Bedarf an weiterem Detailwissen und der Schließung von Forschungslücken, insbesondere um die politische und zivilgesellschaftliche Praxis verbessern zu können. Ziel des Projektes ist eine umfangreiche Aufarbeitung des Forschungsstandes und dessen vereinfachte Bereitstellung sowie die Identifikation von Forschungslücken. So soll insbesondere analysiert werden, inwieweit mit den gegebenen Daten Fragen bezüglich folgender Themen bearbeitet werden können:

  • Bildungsverläufe von Kindern aus Familien mit Fluchthintergrund
  • Faktoren für gelingende Bildungsteilhabe (z.B. Dauer des Kita-Besuches)
  • Struktureller Zugangsprobleme für Angebote in der frühen Kindheit bei Familien mit Migrations- und Fluchthintergrund
  • Einfluss von Eltern-Kind-Beziehungen in Migrantenfamilien auf Bildungsverläufe
  • Bedarf und Nachfrage von Unterstützungsangeboten für Eltern in zugewanderten Familien und der Jugendhilfe, um Bildungsteilhabe von Kindern aus zugewanderten Familien zu steigern
  • Erfolgsfaktoren für Kooperationsformen mit deutschen und zugewanderten Familien in der pädagogischen Arbeit

Darauf aufbauen werden Ergänzungsstudien vorgeschlagen.

Methodik und Arbeitsschritte

Die Erarbeitung dieses Forschungsstandes geht mit dem Aufbau einer online zugänglichen Forschungsdatenbank einher. Hierfür werden die für Bildungsteilhabe relevanten Datensätze (SOEP, NEPS, Mikrozenus, CILS4EU-De, AID:A, ReGES usw.) bezüglich der in ihnen enthaltenen Themenfelder ausgewertet und verglichen. Zusammen mit den auf ihnen aufbauenden Publikationen soll durch die Kombination von verschiedenen Schlagwörtern (etwa Geschlecht und Sprachkenntnisse) eine Ausgabe passender Titel und dafür geeigneter Datensätze ermöglicht werden, die sich den jeweiligen Zusammenhängen widmen.

Ergänzende Fragestellungen können die pädagogischen Fachkräfte einbeziehen. Dies betrifft ihre Strategien zum Umgang mit neu zugewanderten und geflüchteten Familien, ihr Wissen, ihre Haltungen und Einstellungen sowie ihre Qualifizierung. Auf institutioneller Ebene können die interkulturelle Öffnung von Angeboten einbezogen oder best practice-Beispiele auch aus anderen europäischen Staaten herausgearbeitet werden.