Wohlfahrtspflegerische Leistungen von säkularen Migrantenorganisationen in Deutschland


Projekt: Wohlfahrtspflegerische Leistungen von säkularen Migrantenorganisationen in Deutschland

Ein Kooperationsprojekt mit der Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI) gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Beginn: 1.1.2019

Dauer: 12 Monate

Projektteam DeZIM: Prof. Dr. Magdalena Nowicka (Projektkoordination), Saboura Naqshband, Sinthujan VaratharajahNuriani Hamdan (studentische Mitarbeiterin)

Ehemalige Projektmitarbeiter*innen:  Valentin Feneberg

Projektteam ZfTI: apl. Prof. Dirk Halm (Projektkoordination), Dr. Martina Sauer


 

Hintergrund und Ziele

Eine vielfältige Gesellschaft benötigt ebenso vielfältige Angebote der Wohlfahrtspflege: von der kultursensiblen Pflege und Betreuung im Alter über migrationsbezogene oder allgemeine Beratungs- und Unterstützungsangebote im Bildungs- oder Sozialbereich bis hin zur Betreuung von neu angekommenen Geflüchteten in ihren Herkunftssprachen.

Ein nicht unerheblicher Teil solcher Angebote wird von Migrantenorganisationen und ihren zumeist ehrenamtlich tätigen Mitgliedern erbracht, verstehen sie doch häufig die kultursensible Betreuung von Eingewanderten seit jeher als eine ihrer Kernaufgabe.

Dabei bestehen im deutschen System der Wohlfahrtspflege sehr gute Voraussetzungen dafür, dass unterschiedliche Träger kultursensible soziale Dienstleistungen auch mit der Förderung aus staatlichen Mitteln erbringen.

Die Studie soll eine Bestandsaufnahme des Angebots sozialer Dienstleistungen in Migrantenorganisationen in Deutschland vornehmen und dabei Vielfalt und Umfang darstellen. Darüber hinaus soll sie die Bedingungen herausarbeiten, unter denen die Erbringung wohlfahrtspflegerischer Leistungen besonders gut gelingt.

Damit ermöglicht die Studie die Entwicklung von Maßnahmen, die Migrantenorganisationen besser in die Lage versetzen, soziale Dienstleistungen zu erbringen und auch die notwendigen Voraussetzungen zu erfüllen, dies mit staatlichen Fördermitteln zu tun.

 


Methodik und Arbeitsschritte

 

Für die Bestandsaufnahme wird das Projekt eine telefonische Befragung ausgewählter Migrantenorganisationen in Deutschland durchführen.

Im Rahmen dieser Befragung werden in den Organisationen vorhandene soziale Dienstleistungen und weitere Informationen (etwa Nutzerzahlen, Personal und infrastrukturelle Voraussetzungen) sowie Erfahrungen und Rahmenbedingungen erhoben.

Die Auswertung der Daten erfolgt anonym - also ohne Bezug auf eine konkrete Organisation -und konzentriert sich auf Art und Umfang der sozialen Leistungen von Migrantenorganisationen insgesamt sowie auf die Bedingungsfaktoren der sozialen Tätigkeiten. Angaben einzelner Organisationen werden nicht ausgewertet oder weitergegeben.

Fallstudien in verschiedenen Kommunen ergänzen die Analyse der Bedingungen, unter denen soziale Dienstleistungen von Migrantenorganisationen erbracht werden können.

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