Postmigrantische Gesellschaften (ggf. Monitoring)

 


Projekt: Postmigrantische Gesellschaften (ggf. Monitoring)

Beginn:: 01.08.2018

Dauer: 2 Jahre

Projektteam: Dr. Coşkun Canan (Projektkoordination) Mara Simon Studentische Mitarbeitende:  Albrecht Hänig



Erste Ergebnisse dieses Projekts sind bereits hier einsehbar: Ost-Migrantische Analogien I – Konkurrenz um Anerkennung


Inhalt

Im Zentrum des Monitorings liegt die Erforschung postmigrantischer Gesellschaften. Im Konkreten geht es um unterschiedliche Positionierungen zur Teilhabe von Minderheiten innerhalb der Bevölkerung Deutschlands - vor dem Hintergrund des gesellschaftspolitisch formulierten Selbstverständnisses, ein Einwanderungsland zu sein. Damit gehen Aushandlungen und neue Allianzen entlang von Haltungen zur gleichberechtigten Teilhabe einher. Auseinandersetzungen in der postmigrantischen Gesellschaft bergen deshalb auch immer Konfliktpotenziale, nicht zuletzt, weil sie auch demokratische Grundprinzipien berühren. Vor diesem Hintergrund wird die gesellschaftliche Haltung gegenüber einer sich pluralisierenden und heterogenisierenden Gesellschaft gemessen. Durch das Monitoring sollen Konsens- und Konfliktpotenziale in der postmigrantischen Gesellschaft erkannt und erklärt werden, so dass neben wissenschaftlichen Erkenntnissen auch neues Wissen entsteht, das sowohl in die Öffentlichkeit als auch in die Politik fließen und zu einer gelingenden gesellschaftlichen Integration beitragen kann. Hierzu ist eine Dauerbeobachtung der Gesellschaft anhand einer dreijährlich stattfindenden Bevölkerungsumfrage zu Themen der Teilhabe von Minderheiten geplant (z.B. Anerkennung, Deprivation, Ab- bzw. Ausgrenzung, Demokratieüberzeugungen, Paradoxien). Dabei soll ein Grundstock an Fragen beibehalten werden. Des Weiteren sollen unterschiedliche Themenschwerpunkte oder Schichtungen von Befragtengruppen (z.B. Migrant*innensample) möglich sein. Elemente und Erkenntnisse aus der Befragung werden dabei auch in andere Projekte der Abteilung einfließen (2.03; 2.04, 2.05).

Methodik

Die Daten zu einer Pilotstudie werden bereits seit dem Juli 2018 erhoben. Bei der Studie geht es um Positionierungen zur Teilhabe von Muslim*innen, Ostdeutschen, Migrant*innen sowie Frauen (nach Themenschwerpunkt sortiert). Anhand einer disproportional geschichteten Zufallsauswahl („Last-Birthday“-Methode) und CATI (Computer Assisted Telephone Interview) werden 4000 deutschsprechende Personen ab 14 Jahren in West- und 3000 in Ostdeutschland befragt. Die Umfrage wird vom ZeS (Zentrum für empirische Sozialforschung) an der Humboldt Universität zu Berlin und dem SUZ (Sozialwissenschaftliches Umfragezentrum) in Duisburg durchgeführt. Als Messinstrumente werden Einstellungs-, Erfahrungs- und Kontaktitems, Survey-Experimente sowie standarddemographische Fragen eingesetzt.

Arbeitsschritte (2 Jahre)

3. und 4. Quartal 2018

Begleitung der Erhebung, Konzeptualisierung der Studie, Vorbereitung der Auswertung (z.B. Literaturrecherche, Programmierung der statistischen Auswertung, Textproduktion)

1. Quartal 2019

Präsentation der ersten Ergebnisse,

Öffentlichkeitsarbeit, Vorträge, ggf. Konferenzen

2. und 3. Quartal 2019

Konzeptualisierung neuer Studie, Literaturrecherche, explorative Datenanalyse, statistische Auswertung, Textproduktion, Veröffentlichung, Öffentlichkeitsarbeit

4. Quartal 2019

Konzeptualisierung einer dritten Studie, Literaturrecherche, statistische Auswertung, Textproduktion

1. Quartal 2020

Veröffentlichung, Öffentlichkeitsarbeit

2. und 3. Quartal 2020

Mögliche kleinere Veröffentlichungen, Peer-Artikel, Planung der nächsten Erhebung