Migrationsordnungs-, -system und -regimeanalyse sowie Entwicklung von zukünftigen Migrationsszenarien

 


Projekt: Migrationsordnungs-, -system und -regimeanalyse sowie Entwicklung von zukünftigen Migrationsszenarien

Beginn: 1.10.2018

Dauer: 24 Monate, Schritte 1 und 2: 6 Monate. Schritt 3: 6 Monate. Schritt 4: 6 Monate. Schritt 5: 6 Monate. Das Projekt erfordert, so es nachhaltig sein soll, fortlaufende Updates.

Projektkoordination: Dr. Franck Düvell

Ehemalige Projektmitarbeiterin: Dr. Sulin Sardoschau


 

Inhalt und Fragestellung

Wir erleben gegenwärtig eine Periode fundamentaler sozialer Transformation, die charakterisiert ist durch den Aufstieg neuer Wirtschaftsmächte, den BRICS- und MINT-Staaten, zunehmende soziale und demographische Ungleichgewichte, geopolitische Unbeständigkeiten, die in diversen Konflikten, sozialen Bewegungen und Aufständen in der Nachbarschaft der EU sichtbar werden, sowie insbesondere die Vierte Industrielle Revolution und nicht zuletzt den Klimawandel. In Deutschland und anderen Ländern geschieht dies vor dem Hintergrund alternder und schrumpfender Bevölkerungen und einer Arbeits- und vor allem Fachkräfteknappheit. Diese Konstellation bringt zunehmende geographische Mobilität und Migration ebenso wie Fluchtbewegungen hervor. Männer und Frauen sowie verschiedene Altersgruppen werden jeweils spezifisch von diesen Verwerfungen berührt, haben geschlechtsspezifische Optionen und reagieren demnach unterschiedlich. All dies berührt die Position der einzelnen Staaten innerhalb der Regionen und globalen Migrationsordnung. In diesem Projekt soll deshalb vor dem Hintergrund von sozialer Transformation und Migrationstransitionsprozesse eine genderdifferenzierte Migrationssystem- und Regimeanalyse durchgeführt werden. Dieses Projekt dient vor allem dazu, die Position und Rolle der Bundesrepublik Deutschland in der regionalen Migrationsordnung als Zielland von Migration im regionalen Kontext zu verstehen, aber auch mögliche zukünftige Migration besser abschätzen zu können.

 


Methodik

 

Sekundäranalyse verschiedener makro-ökonomischer und soziologischer Datensätze von UN, Weltbank, Unicef, IOM, UNHCR, ILO, OECD, Eurostat und ähnliche sowie teils auch nationale Daten. Zudem ziehen wir die mikro-soziologischen Daten vorausgegangener Projekte heran, insbesondere die Surveys der Eumagine, Demig, Themis, sowie den Gallup/IOM Surveys. In diesem Kontext werden wir auch die Kooperation verschiedener sozialwissenschaftlicher Disziplinen mit kritischen Datenstudien erproben.

 

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Arbeitsschritte

 

Im ersten Schritt identifizieren und besorgen wir die relevanten Daten und untersuchen und vergleichen die Makro-Level Treiber (Wirtschaft, Demographie, Politik) der Entsende- und Zielstaaten der Region (Osteuropa und Zentralasien, Naher und Mittlerer Osten, Nord- und Zentralafrika). Im zweiten Schritt werden wir die Ergebnisse in einem Bericht vorstellen sowie visualisieren und nutzerfreundlich präsentieren. Im dritten Schritt verschaffen wir uns Zugang zu den mikrosoziologischen Daten früherer Projekte. Dies führt zu einem Forschungsbericht. Und in einem vierten Schritt werden wir diverse Methoden zur Antizipation von Migration bzw. zur Entwicklung von Szenarien untersuchen und anschließend in einem fünften Schritt anwenden.

 

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