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DeZIM-Forschungsgemeinschaft

In der DeZIM-Forschungsgemeinschaft vernetzen sich die zentralen Akteur*innen der Migrations- und Integrationsforschung in Deutschland. Zu Integration und Migration wurde in Deutschland bis zur Gründung des DeZIM dezentral, verstreut über verschiedene Institutionen und ohne eine Bündelung dieser Kräfte geforscht. Die Forschungsgemeinschaft soll zu einer koordinierten Zusammenarbeit der einzelnen Einrichtungen beitragen und helfen, Forschungslücken zu schließen, einen exzellent ausgebildeten akademischen Nachwuchs zu fördern und Integrations- und Migrationsthemen sichtbarer zu machen.

Kurz: Die Zusammenarbeit des DeZIM-Instituts mit den Einrichtungen in der DeZIM-Forschungsgemeinschaft stärkt die Migrationsforschung in Deutschland.

Sprecher der DeZIM-Forschungsgemeinschaft

Die DeZIM-Forschungsgemeinschaft bringt zentrale Akteur*innen der Migrations- und Integrationsforschung zusammen. Das vernetzt und stärkt die Forschung zu diesen Themen in Deutschland insgesamt.
Prof. Dr. Andreas Blätte, Sprecher der DeZIM-Forschungsgemeinschaft

Referentinnen und Assistenz

Forschungsprofil der DeZIM-Forschungsgemeinschaft

Die Einrichtungen der DeZIM-Forschungsgemeinschaft kooperieren in ihrer Forschung zu Integration und Migration. Seit 2019 koordiniert die DeZIM-Forschungsgemeinschaft ihre Aktivitäten durch ein abgestimmtes, fünfjähriges Forschungsprogramm. Das Forschungsprogramm gliedert sich in drei Forschungsschwerpunkte, die mit den Themen (bzw. Abteilungen) des DeZIM-Instituts korrespondieren und so die Entwicklung des DeZIM insgesamt fördern. Inhaltlich fokussiert der erste Schwerpunkt auf Migrationsbewegungen, der zweite auf Integration und der dritte auf Konflikte in Migrationsgesellschaften.

Forschungsschwerpunkt 1: Dynamiken von Migration im Haushalts- und Familienkontext

Der Schwerpunkt untersucht die Bedingungen und Dynamiken von Migrationsbewegungen. Insbesondere fragt er, wie sich der demografische Wandel, Familienstrukturen und Geschlechterverhältnisse auf die Dynamik globaler Migrationsbewegungen auswirken – und umgekehrt. Dabei nehmen die beteiligten Wissenschaftler*innen nicht nur die familiären Beziehungen von Migrant*innen, sondern auch von Nichtmigrant*innen in den Blick. Im Rahmen des Schwerpunktes sollen außerdem die Zusammenhänge von (Re-)Migration, sozialen Gruppen, Netzwerken und (Re-)Integration analysiert werden – sowohl in der Ausgangs- als auch in der Zielregion internationaler Migrationsbewegungen.

Forschungsschwerpunkt 2: Sozialräumliche Bedingungen, Netzwerke und Dynamiken der Integration

Migrations- und Integrationsprozesse finden in unterschiedlichen Räumen statt, die sich als soziale, symbolische, institutionelle oder Bildungsräume bestimmen lassen. Um Migrations- und Integrationsprozesse zu strukturieren, spielen neben der nationalstaatlichen Ebene auch Kommunen, Städte und Regionen eine wesentliche Rolle. Der Schwerpunkt fragt, wie solche Räume die Integration unterschiedlicher Gruppen beeinflussen, von Assimilation bis residentielle Segregation. Er will herausarbeiten, welche räumlichen Faktoren, also welche lokalen, regionalen und nationalen Bedingungen, Integration ermöglichen oder erschweren. Dabei wird auch untersucht, welche Bedeutung es hat, dass sich Regionen durch Migration wandeln.

Forschungsschwerpunkt 3: Konflikte in der Migrationsgesellschaft

Migration geht mit Konflikten einher, die Personen, Gruppen und Institutionen untereinander aushandeln und regulieren. Ausgelöst werden sie etwa durch Ressourcen-, Identitäts- oder Wertedifferenzen zwischen Gruppen und Institutionen. Konflikte können Integration fördern, aber auch behindern. Das Themencluster untersucht empirisch, wie Migration gesellschaftliche und soziale Konfliktlinien und die damit verbundenen Prozesse beeinflusst: Welche Ursachen und Folgen haben Konflikte um Migration? Unter welchen Bedingungen und wie können Konflikte reguliert werden? Die Forschung konzentriert sich dabei auf Konflikte, die nach Forschungslage eine besondere Bedeutung haben, bislang aber noch nicht hinreichend gut verstanden werden.

Im Dezember 2021 konnte die Forschungsgemeinschaft ihr Projektportfolio mit für den Zeitraum bis 2024 bewilligten Mitteln im Rahmen des Kabinettsauschusses zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus weiterentwickeln. Bewilligt wurden unter anderem der „Forschungsverbund Diskriminierung und Rassismus“ (FoDiRa) und das kooperative Projekt „Räume der Migrationsgesellschaft“, die im Jahr 2022 ihre Arbeit aufnehmen werden.

Angebote aus der DeZIM-Forschungsgemeinschaft

Die DeZIM-Forschungsgemeinschaft fördert auf vielfältige Weise Vernetzung, Zusammenarbeit und Austausch ihrer Wissenschaftler*innen. Dadurch stärkt die Gemeinschaft auch das wissenschaftliche Profil der Wissenschaftler*innen, insbesondere die Sichtbarkeit ihrer Forschungsergebnisse innerhalb des Fachpublikums und darüber hinaus.

  • DeZIM-Tagung: Der zentrale Ort für den wissenschaftlichen Austausch innerhalb der DeZIM-Forschungsgemeinschaft ist die jährlich stattfindende DeZIM-Tagung, zu der auch eine DeZIM-Nachwuchstagung gehört. Sie bietet den Wissenschaftler*innen die Möglichkeit, ihre aktuelle Arbeit zu präsentieren und gemeinsam weiterzuentwickeln. Weitere Informationen: DeZIM-Tagung für Promovierende 2023, DeZIM-Nachwuchstreffen 2022.
  • FG-Wednesday: Bei einer monatlich am frühen Nachmittag stattfindenden Online-Veranstaltung, der FG-Wednesday, tauschen sich Wissenschaftler*innen des DeZIM-Instituts und der DeZIM-Forschungsgemeinschaft wissenschaftlich und persönlich aus. Bei Interesse an einer Teilnahme können Sie uns gerne kontaktieren: forschungsgemeinschaft(at)dezim-institut.de
  • Newsletter der Forschungsgemeinschaft: Alle zwei Monate informiert der Newsletter der DeZIM-Forschungsgemeinschaft über Neuigkeiten aus der Forschungsgemeinschaft. Abonnement via E-Mail an: forschungsgemeinschaft(at)dezim-institut.de.

Kooperationsprojekte der Forschungsgemeinschaft

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Anzahl Projekte: 17