DeZIM-Forschungsgemeinschaft

Die DeZIM-Forschungsgemeinschaft bringt zentrale Akteur*innen der Migrations- und Integrationsforschung in Deutschland zusammen. Das stärkt die Forschung zu diesen Themen in Deutschland insgesamt.

In der DeZIM-Forschungsgemeinschaft vernetzen sich die zentralen Akteur*innen der Migrations- und Integrationsforschung in Deutschland. Zu Integration und Migration wurde in Deutschland bisher dezentral und verstreut über verschiedene Institutionen geforscht. Die enge und vielfältige Zusammenarbeit in der Forschungsgemeinschaft soll zu einer stärkeren Koordination der einzelnen Einrichtungen beitragen und helfen, Forschungslücken zu schließen, einen exzellent ausgebildeten akademischen Nachwuchs zu fördern und Integrations- und Migrationsthemen stärker ins Zentrum zu rücken. Kurz: Die Zusammenarbeit des DeZIM-Instituts mit den Einrichtungen in der DeZIM-Forschungsgemeinschaft stärkt insgesamt die Migrationsforschung in Deutschland. Die Einrichtungen der DeZIM-Forschungsgemeinschaft betreiben gemeinsam kooperative Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Integrations- und Migrationsforschung. Die Forschungsprojekte der Forschungsgemeinschaft werden durch die beteiligten Einrichtungen eigenverantwortlich umgesetzt. Das DeZIM-Institut hat besondere Kompetenzen zur Vermittlung der Ergebnisse der gemeinsamen Forschung gegenüber der Politik, insbesondere an das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), sowie an Medien und die Öffentlichkeit.

 

 

 

Das Forschungsprofil der DeZIM-Forschungsgemeinschaft

Die Einrichtungen der DeZIM-Forschungsgemeinschaft betreiben gemeinsam kooperative Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Integrations- und Migrationsforschung. Seit 2019 koordiniert die DeZIM-Forschungsgemeinschaft ihre Aktivitäten durch ein abgestimmtes, fünfjähriges Forschungsprogramm. Das Forschungsprogramm umfasst drei Themencluster, die mit den Schwerpunkten (bzw. Abteilungen) des DeZIM-Instituts korrespondieren und so die Entwicklung des DeZIM insgesamt fördern. Inhaltlich fokussieren die Cluster auf die Bedingungen und Dynamiken von Migrationsbewegungen unter besonderer Berücksichtigung der Bedeutung von Familien, auf die (sozial-)räumlichen Bedingungen von Integration sowie auf Konflikte in Migrationsgesellschaften. Der Forschungsrahmen der DeZIM-Gemeinschaft gliedert sich in drei Forschungsschwerpunkte:

1) Dynamiken von Migration im Haushalts- und Familienkontext

Dieser Forschungsschwerpunkt untersucht die Bedingungen und Dynamiken von Migrationsbewegungen, insbesondere mit Bezug auf demografischen Wandel, Familienstrukturen und Geschlechterverhältnisse. Er fragt nach deren Bedeutung für die Dynamik globaler Migrationsbewegungen sowie – umgekehrt – nach den Auswirkungen des globalen Migrationsgeschehens auf familiäre Beziehungen, sowohl von Migrant*innen als auch von Nichtmigrant*innen, sowie auf Geschlechterverhältnisse. Ebenso erforscht er Integrationskräfte und -hürden von Familien. Zudem sollen die Zusammenhänge von (Re-)Migration, sozialen Gruppen, Netzwerken und (Re-)Integration analysiert werden – sowohl in der Ausgangs- als auch in der Zielregion internationaler Migrationsbewegungen.

2) Sozialräumliche Bedingungen, Netzwerke und Dynamiken der Integration

Migrations- und Integrationsprozesse finden in unterschiedlichen Räumen statt, die sich als soziale, symbolische, institutionelle oder Bildungsräume bestimmen lassen. Neben der nationalstaatlichen Ebene spielen auch Kommunen, Städte und Regionen eine wesentliche Rolle, um Migrations- und Integrationsprozesse zu strukturieren. Dieser Forschungsschwerpunkt widmet sich den unterschiedlichen räumlichen Bedingungen von Integrationsprozessen unterschiedlicher Gruppen, von Assimilation bis residentieller Segregation. Er will Faktoren von Räumen bzw. von lokalen, regionalen und nationalen Bedingungen, die Integration ermöglichen oder erschweren, identifizieren und erforschen. Dabei geht der Schwerpunkt auch der Frage der Bedeutung des Wandels von Regionen durch Migration nach.

3) Konflikte in der Migrationsgesellschaft

Migration geht mit Prozessen einher, in denen Personen, Gruppen und Institutionen Konflikte untereinander aushandeln und regulieren. Durch Konflikte kann Integration erfolgen, aber auch behindert werden. Ressourcen-, Identitäts- oder Wertedifferenzen von Gruppen und Institutionen können zu Konflikten führen. Diese können konstruktiv wie destruktiv sein. Dieser Forschungsschwerpunkt nimmt den Einfluss der Folgen von Migration auf gesellschaftliche und soziale Konfliktlinien und die damit verbundenen Prozesse in den Blick. Die Projekte in diesem Themencluster untersuchen die Ursachen und Folgen von Konflikten um Migration. Sie analysieren empirisch Bedingungen und Möglichkeiten der Konfliktregulation. Der Schwerpunkt untersucht dabei insbesondere Konflikte, die nach Forschungslage eine besondere Bedeutung haben, bislang aber noch nicht hinreichend gut verstanden werden.

Kooperationsprojekte der Forschungsgemeinschaft

Anzahl Projekte: 16