„Vielfältig und innovativ“ – Das DeZIM-Institut öffnet seine Türen


 

„Die Mannschaft ist komplett, wir sind aufgestellt. Wir freuen uns riesig darauf, dass wir das Improvisieren aufgeben und alle Hebel jetzt auf volle Kraft umlegen können.“

So begann Co-Direktor Prof. Dr. Frank Kalter den feierlichen Teil des Abends.

Zuvor konnten die gut 120 Gäste bei der Einweihung des DeZIM-Instituts am 30. Januar bereits die verschiedenen Forschungsschwerpunkte der Wissenschaftler*innen in einem „Meet the Scientist“ kennenlernen. Wer gehört in Deutschland eigentlich zur Elite? Was hat der Migrationshintergrund mit Deutsch-Sein zu tun? Was sind die größten Mythen der Migrationsforschung und was haben Ratten und Roboter gemeinsam? In kurzweilige Inputs und Gesprächen wurde die ganze Bandbreite der Migrations- und Integrationsforschung engagiert diskutiert.

Die Mitarbeitenden des DeZIM-Instituts, das betonte Co-Direktorin Prof. Dr. Naika Foroutan in der gemeinsamen Eröffnungsrede, „sind multisprachig, methodisch vielfältig und innovativ. Wir haben sie anwerben können aus Paris, London, Warschau, Stanford, Florenz und Mannheim.“

Den Anwesenden skizzierte Frank Kalter die Vision des DeZIM-Instituts: Nicht nur ein Ort für den Austausch von Politik, Medien, Zivilgesellschaft und Öffentlichkeit solle es sein, sondern auch Barrieren in der wissenschaftlichen Arbeit überwinden. „Der Schlüssel ist, sich an den Sachfragen zu orientieren statt an den Grundsatzdebatten, die wir in der Wissenschaft führen.“ Die Vielfalt von Ansätzen solle vereint und neue Maßstäbe für die Wissenschaft gesetzt werden. Prof. Dr. Andreas Pott, der für die DeZIM-Gemeinschaft einige Worte an das Publikum richtete, betonte die Einzigartigkeit des DeZIM-Projektes. „In der Migrationsforschung ist Deutschland seit einigen Jahren ein sehr interessanter Fall.“  Seit einiger Zeit werde mit großem Interesse auf die deutsche Forschungslandschaft geblickt.

Vielfältig waren auch die Gäste des Abends. „Das zeigt, was für ein großes Interesse es auch an dem Projekt gibt“ sagte Staatssekretärin Juliane Seifert in ihrem Grußwort. Und sie äußerte eine Bitte an das DeZIM-Institut: „Ich fände es gut, wenn sie sich an der Debatte beteiligen, was uns im Land zusammenführt, was das Verbindende ist, und dazu einen Beitrag leisten.“