Aufbau eines Forschungsdatenzentrums

DeZIM-Forschungsgemeinschaft

Laufzeit November 2017 bis Februar 2020
Status Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

Im Zuge des Strukturprojekts sollte die Frage geklärt werden, welche Funktionen ein Forschungsdatenzentrum am DeZIM-Institut mittel- bis langfristig erfüllen soll und welche Strukturen zu schaffen sind, um die Bearbeitung dieser Aufgaben langfristig zu ermöglichen. Hierfür wurden drei Aufgabenschwerpunkte identifiziert, die im Rahmen des Projekts weiter spezifiziert und konkretisiert werden sollten: (1) Archivierung von Daten; (2) Informationsbereitstellung zu Daten der Migrations- und Integrationsforschung und (3) Methodenberatung.

 (1) Archivierung von Daten

Die Archivierung von Daten bezieht sich dabei auf alle Daten, die am DeZIM-Institut selbst oder in den Instituten der DeZIM-Gemeinschaft zu Fragestellungen der Migrations- und Integrationsforschung erhoben werden. Im Vergleich zu einem allgemeinen Datenarchiv erhöht die Etablierung eines spezifischen FDZ im Bereich der Migrations- und Integrationsforschung die Sichtbarkeit der Daten und fördert und erleichtert die Nutzung der Daten für Sekundäranalysen. Perspektivisch soll das Angebot auch auf andere Datensätze der Migrations- und Integrationsforschung erweitert werden, die nicht im mittelbaren Umfeld von DeZIM erhoben und erfasst wurden, sofern die jeweiligen Datenproduzenten dies wünschen.

 (2) Informationsbereitstellung zu Daten der Migrations- und Integrationsforschung

Zusätzlich soll mit dem DeZIM.fdz ein Informationszentrum der empirischen Integrations- und Migrationsforschung entstehen, das die relevanten Informationen zu den am DeZIM.fdz archivierten Studien zur Verfügung stellt. Darüber hinaus sollen auch Basisdaten zu anderen Studien bereitgestellt werden, die nicht am DeZIM.fdz archiviert werden. Durch diese möglichst breite Ausrichtung soll mit dem FDZ eine zentrale Anlaufstation sowohl für die Mitglieder der DeZIM-Gemeinschaft als auch für die breitere wissenschaftliche Öffentlichkeit aufgebaut werden, an der man sich zu einer Vielzahl an bereits existierenden Studien in diesem Themenbereich informieren kann.

 (3) Methodenberatung

Und schließlich soll das DeZIM.fdz auch Methodenberatung leisten. Das Team am FDZ versteht sich dabei in erster Linie als Mittler zwischen Datenproduzenten der am FDZ abgelegten Studien und Datenkonsumenten. Angedacht sind dabei beispielsweise sogenannte „Meet the Data“-Workshops, in denen Datenproduzenten ihre Daten und damit verbundene Analysemöglichkeiten vorstellen. Zudem sollen auch Workshops zu spezifischen Analysemethoden angeboten werden, die dann praxisorientiert an ausgewählten, beim DeZIM.fdz abgelegten Datensätzen vermittelt werden (z.B. Panelanalyse mit längsschnittlichen Datensätzen der Migrations- und Integrationsforschung). Hierzu sollen – wenn nötig – externe Referenten eingeladen werden. Weiterhin soll das DeZIM.fdz Methodenberatung für am DeZIM-Institut oder in der DeZIM-Gemeinschaft angesiedelte Primärdatenerhebungsprojekte anbieten oder vermitteln.

Neben diesen Kernaufgaben werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DeZIM.fdz selbst eigenständige Forschung betreiben, wobei hierfür auch die am DeZIM.fdz archivierten Daten ausgewertet werden sollen. Dies garantiert eine gute Kenntnis des am FDZ verfügbaren Datenbestands und wirkt sich hierüber positiv auf die Beratung von Nutzern aus. Und schließlich ermöglicht die eigenständige Forschung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Identifikation von Forschungslücken, die dann rekursiv an die beteiligten Institutionen der DeZIM-Gemeinschaft oder das DeZIM-Institut rückgemeldet werden, um neue Forschungsarbeiten zu initiieren.

Beteiligte Verbundpartner: Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM), Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES)

Projektförderung: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend