• Startseite/
  • Projekte/
  • Erprobung automatisierter Videoanalysen zur Erfassung von Diskriminierung in Deutschland

Erprobung automatisierter Videoanalysen zur Erfassung von Diskriminierung in Deutschland

Cluster "Daten - Methoden - Monitoring"

Projektleitung: Dr. Jörg DollmannDr. Jannes Jacobsen

Laufzeit Januar 2024 bis Dezember 2024
Status Laufendes Projekt

Dieses Projekt zielt darauf ab, zu erproben, ob und unter welchen Bedingungen die automatisierte Analyse von Videoaufnahmen in Deutschland zur Erfassung von Diskriminierung genutzt werden kann. In diesem Projekt wird ein sogenanntes „Proof of Concept“ entwickelt. Das bedeutet, dass auf Basis verschiedener Testsituationen ein Versuchsaufbau validiert wird sowie anschließende juristische Fragen des Datenschutzes sowie des Schutzes von Persönlichkeitsrechten erörtert werden. Am Ende des Projektes steht somit eine Leitlinie zur Anwendung und Verarbeitung von Videomaterial des öffentlichen Raumes für die Sozialwissenschaft in Deutschland.

Als Grundlage und Testfall wird eine Versuchsanordnung aus den USA in Deutschland repliziert. In dem bereits bestehenden Ansatz wurde mittels automatisierter Verfahren sogenanntes „Racial Avoidance“ gemessen. „Racial Avoidance“ wurde anhand des Abstandes, den Personen auf der Straße von rassifizierten Personen halten, operationalisiert.

Zur Umsetzung dieser Methode werden öffentliche Räume gefilmt und Paare von Personen, die entweder einer rassifizierten Gruppe oder einer nicht rassifizierten Gruppe angehören, schaffen künstliche Situationen der räumlichen Einschränkung. Das Video (in Kombination mit der Computer-Vision-Technologie) ermöglicht dann die Messung des Abstands zwischen den einzelnen Personen. Das Aussehen der beiden zu untersuchenden Personen kann variiert und in verschiedenen Versuchsanordnungen kombiniert werden (z. B. Geschlecht, nationale oder religiöse Symbole, körperliche Beeinträchtigung).

Förderung: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Institutionelle Förderung)