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Monitoring und Evaluierung des Gewaltschutzes in Geflüchtetenunterkünften: Skalierung und Vertiefung

Abteilung Konsens und Konflikt

Projektleitung: Prof. Dr. Sabrina Zajak

Projektkoordination: Dr. Kristina Seidelsohn

Projektmitarbeitende: Jan-Henrik Böhm de Camargo Sifka Etlar Frederiksen Dilara Turan

Laufzeit Januar 2021 bis Dezember 2022
Status Laufendes Projekt

Gewaltschutz ist in Geflüchtetenunterkünften bundesweit eine zentrale Aufgabe von Betreibern und Trägern der Einrichtungen. Trotz teils variierender sozialer, rechtlicher und institutioneller Bedingungen bedarf seine Umsetzung in jeder Einrichtung eines beständigen Monitorings, kombiniert mit gezielten Evaluierungen seiner Wirksamkeit. In einem Pilotprojekt entwickeln wir für diesen Zweck ein onlinebasiertes und modulares Monitoringinstrument sowie Methoden zur Evaluation der Prozesse und Wirkungen des Gewaltschutzes. Das hier skizzierte Projekt baut auf diese Pilotphase auf und 1) skaliert das Monitoringinstrument für eine bundesweite Anwendung bei Anpassung an landes- und einrichtungsspezifische Rahmenbedingungen und 2) evaluiert mit qualitativen Studien in ausgewählten Einrichtungen Schutzprozesse und Risiken, insbesondere zu bislang vernachlässigten Aspekten und gefährdeten Gruppen. Als Projektziele befruchten sich so gegenseitig der Erkenntnisgewinn über Gewaltschutz für seine Weiterentwicklung mit der langfristigen bundesweiten Institutionalisierung eines Monitorings in Geflüchtetenunterkünften.

In dem Projekt beschäftigen wir uns mit Fragen, wie sich das entwickelte Gewaltschutzmonitoring bundesweit in Geflüchtetenunterkünften skalieren lässt, an lokale Bedarfe anpassen werden kann und wie eine verantwortungsvolle Auswertung und Analyse der Daten vorbereitet werden können. Des Weiteren stellen sich in dem Projekt die Fragen, wie und mit welchen Wirkungen der Gewaltschutz in Geflüchtetenunterkünften umsetzbar ist, welche Risiken für gefährdete Gruppen und welche Potentiale des Gewaltschutzes sich identifizieren lassen, um den Gewaltschutz und das Monitoring zu verbessern, und welche best-practice Modelle im Umgang mit besonders gefährdeten Gruppen in der Umsetzung des Gewaltschutzes identifiziert werden können.

Projektförderung: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend