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Muslimische Jugendvereinsarbeit und ihre zivilgesellschaftlichen Netzwerke

Abteilung Konsens und Konflikt

Projektleitung: Prof. Dr. Sabrina Zajak

Projektkoordination: Ana-Maria Roxana-Vanessa Nikolas

Projektmitarbeitende: Oktay Balci

Laufzeit Januar 2021 bis Dezember 2022
Status Laufendes Projekt

Im Rahmen des Forschungsprojekts werden Jugendvereine, die sich selbst als plural im Sinne von muslimisch und/oder migrationsbezogen verstehen, regional vergleichend untersucht. Theoretisch werden dabei Ansätze der Jugendforschung, der Zivilgesellschafts- und Verbandsforschung sowie der Organisationssoziologie mit einer (post-)migrantischen Perspektive verbunden. Im Mittelpunkt steht die Frage nach der strukturellen, institutionellen und diskursiven Inklusion und Exklusion, ihren Teilhabehürden und -zugängen in der Jugendpolitik (zu jugendpolitischen Gremien). Aufgrund erster Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt werden hierfür nicht nur die Jugendvereine selbst, sondern auch ihre Einbettung in organisationale Netzwerke betrachtet. Daraus lassen sich neue Erkenntnisse über Strukturen der Einbindung und der Exklusion, mögliche Einflusswege sowie ihre Bündnis- und Allianzpartner gewinnen. Durch einen Methodenmix aus quantitativen und qualitativen Ansätzen und regelmäßigen Austausch mit den Organisationen soll Wissen nicht nur generiert, sondern Erkenntnisse direkt für die Praxis nutzbar gemacht werden.   Anders als bei zahlreichen Forschungen zu Jugendlichen mit migrationsbiografischen und/oder muslimischen Identitätsbezügen stehen hier nicht die Individuen im Zentrum, sondern ihr kollektives politisches Handeln sowie die Entwicklung ihrer Organisationsstrukturen und -identitäten. Erstmalig sollen diese Erkenntnisse in die Theorieentwicklung zu hybriden Organisationsidentitäten, zu Teilhabe und zu gesellschaftlichen Dominanzstrukturen einer postmigrantischen Gesellschaftstransformation einfließen.

Projektförderung: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend