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Nach der Krise ist vor der Krise: Resilienz der Kommunen angesichts der Herausforderungen der Flucht, Rückkehr und zirkulärer Migration

Abteilung Integration

Projektleitung: Prof. Dr. Magdalena NowickaDr. Nora Ratzmann

Projektmitarbeitende: Janin Blunert Larissa Kokonowskyj Denis Zekovic

Laufzeit Mai 2023 bis April 2024
Status Laufendes Projekt

Die Zu- und Abwanderung bzw. zirkuläre Wanderungen von Personen mit Migrations- und Fluchterfahrung bietet deutschen Kommunen große Chancen. Gleichzeitig stehen sie vor Herausforderungen der ständigen Anpassung an die Bedürfnisse neuer Gruppen und deren Spezifika bezüglich des Wohnraums, Kinderbetreuung, Beschulung, Eingliederung in den lokalen Arbeitsmarkt oder Gesundheitsvorsorge. Die Fluchtbewegungen, wie 2015/2016 aus Syrien oder die aktuelle Zuwanderung aus der Ukraine, können Städte und Gemeinden vor neue Engpässe stellen, auch wenn Kommunen grundsätzlich von Zuwanderung profitieren und diese oft als Bereicherung wahrnehmen.

Resiliente Kommunen können auf solche krisenhaften Situationen aufgrund entsprechender Ressourcen, Strukturen und Kenntnisse rasch und flexibel reagieren, wenn sie aus früheren Ereignissen lernen und neue antizipieren. Dazu gehört auch, schnell die Bedürfnisse neu zugewanderter oder anderweitig marginalisierter Gruppen zu erkennen. Die derzeitige Kriegssituation in der Ukraine bietet deutschen Kommunen einen eben solchen Moment des „Stresstests“, der zum Umdenken anregen kann, und den wir wissenschaftlich begleiten.

Vor diesem Hintergrund untersucht unser Projekt die bisherigen Erfahrungen und Strategien der Kommunen in Bezug auf unterschiedliche Formen der Wanderungen und fördert den Austausch zwischen ausgewählten Kommunen in Deutschland und im europäischen Ausland (u.a. Polen und Schweden). Ziel ist es, gemeinsam Handlungsempfehlungen für eine zeitgerechte Integration von Zugewanderten zu entwickeln, insbesondere an den Bund, der die Rahmenbedingungen für eine solche Integrationspolitik schaffen kann.

Dazu führt das Projekt eine Reihe von Forschung- und Transferaktivitäten durch, um das Spannungsfeld zwischen langfristigen Integrationsbestrebungen seitens kommunaler Institutionen und den Bedarfen der Betroffenen, am Beispiel von Geflüchteten aus der Ukraine, besser zu erfassen. Es werden in einem mehrstufigen Prozess die Erfahrungen der zivilgesellschaftlichen Akteur:innen, die eine zentrale Rolle in den Kommunen in Unterstützung des Ankommens und der Integration von Geflüchteten aus der Ukraine spielen, gesammelt und analysiert, um sie dann mit den Vetreter:innen der Kommunen zu diskutieren. Im Rahmen einer Dialogreihe sollen dann Wahrnehmungen der Bedarfe der Zielgruppen einerseits, und Praktiken auf Verwaltungsseite andererseits, reflektiert werden.

Förderung: Robert Bosch Stiftung (Drittmittel)

Kooperationspartner:

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