Ortskräfte und andere Geflüchtete aus Afghanistan in Deutschland

Voraussetzungen für eine gelingende Aufnahme

Abteilung Migration

Projektleitung: Dr. Ramona RischkeDr. Zeynep Yanaşmayan

Projektkoordination: Dr. Lukas M. Fuchs

Projektmitarbeitende: Yalda Bari

Laufzeit Oktober 2023 bis Januar 2024
Status Abgeschlossenes Projekt

Vor dem Hintergrund der langjährigen Zuwanderung geflüchteter Afghan*innen nach Deutschland einerseits, und der in Reaktion auf die Machtergreifung der Taliban geschaffenen neuen Aufnahmeprogramme für Geflüchtete und Ortskräfte andererseits, setzt diese Kurzstudie an den Aufnahme- und Integrationsvoraussetzungen von Afghan*innen in Deutschland an, die nach der Machtübernahme der Taliban in 2021 nach Deutschland gekommen sind. Im Verlauf des Kurzprojekts werden folgende Forschungsfragen adressiert:

A) Welche relevanten Informationen über die Situation von Afghan*innen in Deutschland sowie integrationsfördernden und -hemmenden Faktoren sind bereits vorhanden? Welche Schlussfolgerungen und Forschungsbedarfe zur Integration von infolge der Machtübernahme neu ankommender Afghan*innen und ihrer Familienangehörigen lassen sich daraus ableiten?

B) Wie können bestehende Netzwerke und afghanische Diasporaorganisationen in die effiziente Gestaltung der Neuaufnahme eingebunden werden?

C) Welche Schlussfolgerungen können wir aus den bisherigen Erfahrungen mit dem Ortskräfteverfahren und dem Überbrückungsprogramm (einschließlich deren Hürden und einschließlich eines kursorischen Vergleichs zu anderen Aufnahmeprogrammen) für das Bundesaufnahmeprogramm ziehen?

Des Weiteren soll das Projekt die Möglichkeit einer perspektivischen wissenschaftlichen Begleitung des Bundesaufnahmeprogramms und den Ankommens- und Integrationsverläufen der darüber Aufgenommenen eruieren. Eine solche wissenschaftliche Begleitung würde die Chance bieten, die Aufnahmeprogramme der Bundesregierung auch im internationalen Vergleich mit Aufnahmeprogrammen von verbündeten Staaten (z.B. den Vereinigten Staaten, Canada oder Großbritannien) auf Wirkung und Effektivität zu überprüfen und somit grundsätzliche Erkenntnisse zu humanitären Aufnahmeprogrammen generieren. Der international vergleichende Ansatz von in Aufnahmeprogramme eingebetteten integrationsvorbereitenden Maßnahmen, würde einen Beitrag zur nachhaltigen Gestaltung von Aufnahme und Integration leisten. Hier ist zusätzlich ein partizipativer Ansatz vorgesehen, der die community-basierte Expertise afghanischer Diasporaorganisationen für eine effiziente gesellschaftliche Integration der Neuankommenden in Deutschland einbezieht.

Förderung: Auswärtiges Amt (Drittmittel)

Kooperationspartner:

Dr. Özgür Özvatan (Projektleitung, BIM, Humboldt-Universität zu Berlin)