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Von Rückzug bis Selbstermächtigung: Bewältigungsstrategien bei rassistischer, sexistischer, queerfeindlicher und klassistischer Diskriminierung

Abteilung Konsens und Konflikt

Projektleitung: Prof. Dr. Sabrina Zajak

Projektmitarbeitende: Sophia Aalders Samera Bartsch

Laufzeit April 2023 bis Dezember 2024
Status Laufendes Projekt

Obwohl erste merkmalsübergreifende Studien zu Diskriminierungshäufigkeiten und verschiedenen Formen von Diskriminierung in Deutschland vorliegen (v.a. Rottleuthner et al. 2011; Beigang et al. 2018), beschränken sich Studien zu Bewältigungsstrategien auf Diskriminierung in Deutschland und auch international überwiegend auf eine Diskriminierungsdimension, zum Beispiel rassistische Diskriminierung (Rausch et al. 2021; Lamont et al. 2016; Scherr und Breit 2020). Mit diesem Forschungsprojekt möchten wir bestehende Studien zu Bewältigungsstrategien auf Diskriminierungserfahrungen typologisieren und Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Reaktionen von verschiedenen von Diskriminierung betroffenen Gruppen in Deutschland analysieren. Im Mittelpunkt steht der Vergleich von Reaktionen auf rassistische, sexistische, queerfeindliche und klassistische Diskriminierung. In Erweiterung zu vorliegenden Studien werden in diesem Projekt neben dem Lebensbereich (z.B. Arbeit, Freizeit) weitere Rahmenbedingungen der Diskriminierungserfahrungen (z.B. Vorhandensein von Community-Strukturen, institutionelle Beschwerdemöglichkeiten, Anerkennung als diskriminierungsvulnerable Gruppe, kulturelle Repertoires) als relevante Faktoren berücksichtigt. Es werden sowohl individuelle als auch kollektive Handlungsmuster berücksichtigt, ohne dass diese bewertet werden. Unter Reaktionen verstehen wir dabei nicht nur situatives Reagieren, sondern auch längerfristige Bewältigungsstrategien.

Das Projekt verwendet ein multi-methodisches Design, welches am DeZIM vorhandene quantitative Surveydaten mit Blick auf Reaktionen auswertet, zusammenführt und diese mit narrativen Interviewdaten ergänzt.

Basierend auf den Ergebnissen werden Handlungsempfehlungen entwickelt, wie von Diskriminierung Betroffene und deren Communities besser gestärkt werden können und welche Rahmenbedingungen hierfür förderlich sind.

Förderung: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Institutionelle Förderung)