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„Wie kommt die Vielfalt ins Amt?“: Strukturelle Hürden im Bewerbungsprozess aus Betroffenenperspektive

Abteilung Konsens und Konflikt

Projektleitung: Prof. Dr. Ralf Wölfer

Projektmitarbeitende: Hannah ArnuDr. Ruta Yemane

Laufzeit Januar 2021 bis Dezember 2022
Status Laufendes Projekt

Personen mit Migrationshintergrund sind in der Bundesverwaltung unterrepräsentiert, wobei dies insbesondere auf Menschen mit Migrationserfahrungen zutrifft (Ette et al. 2016). Von zentraler Bedeutung ist dabei vor allem, warum sich Personen mit Migrationshintergrund häufig gar nicht erst auf die Stellen bewerben oder inwiefern diese Gruppe systematisch im gesamten Bewerbungsprozess (von der Ausschreibung bis zur Auswahl) diskriminiert wird. Das hier skizzierte Projekt soll einen Beitrag zur Schließung dieser Wissenslücke leisten und somit einen entscheidenden Impuls und empirisch basierte Handlungsempfehlungen für die angestrebte Diversifizierung der Bundesbehörden liefern, indem es die Unterschiede bzw. Hürden bei den Zugängen zum öffentlichen Dienst in erster Linie aus der Perspektive der Bewerber*innen betrachtet. Dazu werden die Attraktivität von alternativen Ausschreibungsorten, die Vielfaltsbezüge in den Bewerbungsunterlagen sowie die Perspektive von Personaler*innen in den Ministerien im Hinblick auf Vielfalt untersucht. Im Rahmen einer Kooperation mit der Deutschlandstiftung Integration soll das DeZIM das Modellprojekt „Vielfalt im Amt“, für welches bezahlte dreimonatige Hospitationsplätze an Bewerber*innen mit Vielfaltsbezug vergeben werden, über mehrere Monate als Fallstudie begleiten. Ziel hierbei ist es, Zugangsbeschränkungen zu untersuchen und Vorschläge für die weitere interkulturelle Öffnung (insbesondere Maßnahmen zur Erhöhung von Bewerber*innenzahlen von Menschen mit Migrationshintergrund) zu erarbeiten.

Projektförderung: Deutschlandstiftung Integration