• Startseite/
  • Projekte/
  • Wohlfahrtspflegerische Leistungen von säkularen Migrant*innenorganisationen in Deutschland

Wohlfahrtspflegerische Leistungen von säkularen Migrant*innenorganisationen in Deutschland

Abteilung Integration

Projektleitung: Prof. Dr. Magdalena Nowicka

Laufzeit Januar 2019 bis März 2020
Status Abgeschlossenes Projekt

Die Studie sollte sichtbar machen, welche wohlfahrtspflegerischen Leistungen in Deutschland von säkularen Migrant*innenorganisationen erbracht werden. Dabei wurden auch die Bedingungen, unter denen diese Unterstützungen geleistet werden, mitbetrachtet. Für die Bestandsaufnahme wurde vom ZfTI eine telefonische Befragung ausgewählter Migrant*innenorganisationen in Deutschland durchgeführt. In diesem Rahmen wurden von den Organisationen angebotene soziale Dienstleistungen und weitere Informationen (etwa Nutzer*innenzahlen, Personal und infrastrukturelle Voraussetzungen) sowie Erfahrungen und Rahmenbedingungen abgefragt. Fallstudien, durchgeführt in verschiedenen Kommunen vom Team am DeZIM, ergänzten die Analyse der Bedingungen, unter denen soziale Dienstleistungen von Migrant*innenorganisationen erbracht werden können. Zusätzlich wurden Vertreter*innen der Dachverbände und Verbände interviewt.

Ergebnisse: Die meisten Migrant*innenorganisationen sind durch Mitglieder mit einem Migrationshintergrund in der Türkei (26 Prozent) oder Syrien geprägt. Sie richten sich mit mindestens einem Angebot an Jugendliche (85 Prozent), Geflüchtete (65 Prozent) oder Senior*innen (49 Prozent). Flexibilität, Nähe zu ihren Zielgruppen sowie Mobilisierung von ehrenamtlichem Engagement sind ihre Stärken. Schulen und Wohlfahrtsverbände sind wichtige Kooperationspartner. Um ihre Dienstleistungen weiterzuentwickeln, müssen sie stärker an den Strukturen der deutschen Wohlfahrtspflege teilhaben.

Projektförderung: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Kooperationspartner:

Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung (ZfTI)

Projektteam: apl. Prof. Dirk Halm (Projektkoordination), Dr. Martina Sauer