Veranstaltungen des DeZIM-Instituts und der DeZIM-Gemeinschaft


 

Symposium des Zukunftsforums Public Health 

24.01.19

 

15 Uhr: Sabrina Zajak: "Health in All Policies: Wie kann politischer und sozialer Wandel gelingen?".

Mehr Infos hier.

 


 

27. Januar 2020, 19:00 Uhr

 

Wie politisch ist die Jugend?

in der Reihe „ZEIT-Stiftung aktuell"
Mit Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, Professor of Public Health and Education, Hertie School
Moritz Sommer, Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) e.V.,  Institut für Protest- und Bewegungsforschung und
Tim Demisch, Politikstudent und Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen
und Madeleine Hofmann, freie Journalistin und Autorin ("Macht Platz!")
Moderation: Johanna Leuschen, Journalistin und Moderatorin
Eintritt frei
Anmeldung hier

Bucerius Law School, Moot Court, Jungiusstraße 6, Hamburg

 


 

Vortrag Moritz Sommer

28.01.2020

 

"Fridays for Future im Profil – Ergebnisse von Protestbefragungen in Deutschland und Europa" von Moritz Sommer, Institut für Protest- und Bewegungsforschung, Deutsches Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung und Freie Universität Berlin

Mit der einzigartigen Mobilisierung der FridaysForFuture-Proteste hat sich in Deutschland und darüber hinaus eine neue Generation der Klimabewegung etabliert. Um mehr über die Protestierenden zu erfahren hat ein Team von Sozialwissenschaftler*innen aus ganz Europa im März und September 2019 Demonstrationsbefragungen durchgeführt. In meinem Vortrag blicke ich insbesondere auf das demografische und politische Profil der Teilnehmer*innen, auf die Mobilisierungsnetzwerke, die diese Menschen auf die Straße bringen sowie auf die Motivation und Einstellungen der Aktivist*innen

28.01.2020, 16-18 Uhr, Hörsaal -1.2009, Holzlaube, Fabeckstraße 23-25, 14195 Berlin

[Link]


 

Lunch Discussion

Vom Migrationshintergrund zum Osthintergrund? Herausforderungen und Notwendigkeiten kategorialer Setzungen

 

Datum: Mittwoch, 29. Januar  2020, 13–14 Uhr

Ort: DeZIM-Institut, Mauerstraße 76, 10117 Berlin, 3. OG

Gruppenzugehörigkeiten, wie sie in Bevölkerungs- und Sozialstatistiken gemessen werden, variieren von Land zu Land und können sich im Lauf der Zeit ändern. Kategoriale Zuschreibungen sind sozial konstruiert und spiegeln keine objektiven Gesetzmäßigkeiten wider. Sie werden allerdings dazu verwendet, Gesellschaften und ihre sozialstrukturellen Differenzierungen zu objektivieren. Das erlaubt es beispielsweise, statistisch zu bestimmen, wie viele Personen in Deutschland der Kategorie „Person mit Migrationshintergrund" zugerechnet werden können. In Anlehnung an die Definition „Person mit Migrationshintergrund" wurde in der Studie „Ost-Migrantische Analogien" die Kategorie „Osthintergrund" erhoben. Demnach besitzt eine Person Osthintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil in Ostdeutschland (auf dem Gebiet der DDR oder in den neuen Bundesländern) geboren wurde. Damit erhöht sich der Anteil von Ostdeutschen von 16,8%, über Wohnort gemessen, auf 25,3% Personen mit Osthintergrund. Solche Zahlen können wiederum politisch relevant in der Diskussion um mögliche Quoten werden. Diese Zahlen machen aber auch deutlich, dass sich die Wahrnehmung der Gruppengröße verändert, wenn man die Berechnungsgrundlage verändert – etwas Ähnliches ist mit der Einführung des „Migrationshintergrunds" geschehen.

Bei der Lunch Discussion sollen die Herausforderungen und Notwendigkeiten solcher Kategorienbildung in der Statistik anhand des Vergleichs der Kategorien „Migrationshintergrund" und „Osthintergrund" diskutiert werden.

 

Diskussionsteilnehmer*innen

Mara Simon ist Soziologin und hat in Marburg und Berlin studiert. Am DeZIM-Institut forscht sie zu Ungleichheitsvorstellungen in der postmigrantischen Gesellschaft.

Steffen Beigang ist Politikwissenschaftler und promoviert an der Humboldt-Universität zu Berlin. Am DeZIM-Institut forscht er zu Diskriminierungserfahrungen in der postmigrantischen Gesellschaft.

Gunter Brückner war von 1986 bis 2019 im Statistischen Bundesamt beschäftigt. Ab 2005 arbeitete er im Bereich Migration und Integration und betreute u.a. die Veröffentlichung „Bevölkerung mit Migrationshintergrund" (Fachserie 1, Reihe 2.2), die auf den Daten des Mikrozensus basiert.

Ralf Wölfer ist Sozialpsychologe und promovierte am Max-Planck-Institut für Bildungswissenschaften in Berlin. Am DeZIM-Institut ist er seit Anfang des Jahres Co-Leiter der Abteilung Konsens & Konflikt.

Die Teilnahme ist kostenlos. Wir bitte um Anmeldung bis zum 27.01. unter veranstaltungen@dezim-institut.de 


 

Vortrag Prof. Dr. Magdalena Nowicka

 

Research Factor – B/ORDERS IN MOTION

Na wyciagniecie reki (in greifbarer Nähe). Regionalisierung und konviviale Praxen im deutsch-polnischen Grenzgebiet

 

"Ausgehend von dem empirischen Material aus dem Projekt „Europäisierung der Lebenslagen“ möchte ich eine mögliche theoretische Perspektive auf Grenzen und Grenzgebiete vorschlagen. Dabei verwende ich zwei Konzepte: das der Regionalisierung von Benno Werlen (2005) sowie das der Konvivialität. Während das erste Konzept die alltäglichen Praktiken der Aneignung des Raums beleuchtet, ermöglicht mir der zweite Begriff, die ungleichen Kapazitäten der Migrant*innen in den Blick zu nehmen, mit denen sie soziale Beziehungen aufbauen und sich darin positionieren."

 

Mi, 29. Januar 2020 16:15-17:45 Uhr, Stephan-Saal (PG 257)  Europa - Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

PDF

Zur Verantstaltung 

 


 

Filmvorführung und Gespräch | In Kooperation mit dem DeZIM-Institut

11. Februar 2020

 

Transfiguration: Gender-Revolution durch Migration?

Filmvorführung und Gespräch | In Kooperation mit dem DeZIM | 11. Februar 2020 | 18:30 Uhr | 

Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS)
Mohrenstr. 60
10117 Berlin

Mit Stephan Ganoff (Regie), Petja Dimitrova (Künstlerin/Aktivistin)
Moderation: Magdalena Nowicka (DeZIM-Institut)

Der Film „The Transfiguration“ (dt. Die Verklärung) erzählt von Identitäten, die aus den normativen sozialen Erzählungen herausfallen. Stephan lebt in Deutschland, manchmal ist er eine sie. Seine Mutter versteht und akzeptiert ihn, sein Onkel in Bulgarien kennt bisher nur einen Teil seines Neffen – den männlichen. Doch das soll sich ändern. Regisseur und Hauptdarsteller Stephan Ganoff hat dieses sehr persönliche Werk im Sinne des „first person cinema“ mit seiner Familie gedreht. Am ZOiS präsentiert er seinen Film. Im anschließenden Gespräch mit Künstler*innen und Wissenschaftler*innen geht es darum, wie Migrationsprozesse in Osteuropa Geschlechteridentitäten und gesellschaftliche Normen radikal verändern.

The Transfiguration (Regie: Stephan Ganoff, BG/D 2018, 20 min, Originalsprachen mit englischen Untertiteln)

[Link]