Luch Discussion: Vom Migrationshintergrund zum Osthintergrund?

Lunch Discussion: Vom Migrationshintergrund zum Osthintergrund? Herausforderungen und Notwendigkeiten kategorialer Setzungen


 

Am 29.01. wurde Dr. Gunter Brückner, ehemaliger Leiter des Referats 'Ausländer- und Integrationsstatistiken' am Statistischen Bundesamt, ins DeZIM-Institut eingeladen, um im Rahmen einer Lunch Discussion über die Herausforderungen und Notwendigkeiten statistischer Kategorien zu diskutieren.

Rund 30 Vertreter*innen aus Wissenschaft und Öffentlichkeit fanden sich zu der einstündigen Veranstaltung im Foyer des Instituts ein. Die Moderation übernahm Dr. Ralf Wölfer. Dr. Brückner legte zunächst dar, wie und warum sich im Mikrozensus vor gut 15 Jahren die Operationalisierung des Migrationshintergrundes etablierte, wobei er vor allem die gesellschaftliche Entwicklungen und administrative Notwendigkeiten herausstellte (z.B. Unzulänglichkeit der bisher verwendeten Ausländerkategorie). Mara Simon stellte anschließend Ergebnisse zur statistischen Kategorisierung von Ostdeutschen aus dem Projekt 'Postmigrantische Gesellschaften' vor, bevor Steffen Beigang die Möglichkeiten und Sinnhaftigkeit diskutierte, das Konzept des Migrationshintergrundes auf die Messung von ostdeutsch zu übertragen. Abschließend wurde die Diskussion auf das Plenum erweitert, bei welcher angeregt über etwaige Vorteile und Nachteile statistischer Kategorien diskutiert wurde.

 

Zusatzinformationen:

Veröffentlichung der Fachserie 1, Reihe 2.2 des Statistischen Bundesamtes: [Link]

Anne-Kathrin Will: 10 Jahre Migrationshintergrund in der Repräsentativstatistik: ein Konzept auf dem Prüfstand | Leviathan, 44. Jg., 1/2016, S. 9 – 35, DOI: 10.5771/0340-0425-2016-1-9