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Bildungsverläufe und Bildungsteilhabe von Kindern aus zugewanderten Familien und Familien mit Fluchterfahrung

Abteilung Integration

Laufzeit September 2018 bis Dezember 2020
Status Abgeschlossenes Projekt

Das Projekt untersuchte die Möglichkeiten einer Datenbank, die bestehende Forschungsergebnisse und Datensätze zu Bildungserfahrungen von Kindern aus zugewanderten Familien und Familien mit Fluchterfahrung bündelt. Ziel war es, die wissenschaftliche Evidenz besser zugänglich zu machen und so politische wie zivilgesellschaftliche Akteure in ihren Entscheidungen zu unterstützen.

Leitende Forschungsfragen

Wie lassen sich bestehende Forschungsarbeiten zu Bildungswegen von Kindern mit Migrations- oder Fluchterfahrung systematisch erschließen?
Welche technischen und methodischen Ansätze (z. B. maschinelles Lernen) können genutzt werden, um thematische Zusammenhänge zwischen Konzepten wie „Diskriminierung“, „Schulerfolg“ und „soziale Integration“ besser zu erfassen?
Wie kann eine datenbankgestützte Übersicht helfen, Forschungslücken und politische Handlungsbedarfe zu identifizieren?

In Deutschland existiert eine breite und qualitativ hochwertige Forschung zu Bildungswegen von Kindern mit Migrations- oder Fluchterfahrung. Diese Forschung ist jedoch oft verstreut und für politische oder zivilgesellschaftliche Akteure schwer zugänglich. Das Projekt zielte daher darauf ab, ein Konzept für eine Forschungsdatenbank zu entwickeln, die wissenschaftliche Ergebnisse, Datensätze und zentrale Befunde systematisch verfügbar macht.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Datenbanken sollte nicht nur über Schlagworte, sondern über inhaltliche Verknüpfungen recherchiert werden können. Unterstützt durch Methoden des maschinellen Lernens sollte es Nutzer*innen ermöglicht werden, Zusammenhänge zwischen Konzepten – etwa zwischen interethnischen Freundschaften, Geschlecht und Vorurteilen – dynamisch zu explorieren.

Das Projekt diente somit als methodisch-technische und konzeptionelle Vorarbeit für einen möglichen Prototyp, der langfristig in eine offene Forschungsinfrastruktur überführt werden könnte.

Das Projekt reagiert auf die bislang fehlende Möglichkeit, thematische und konzeptionelle Zusammenhänge in der Bildungsforschung maschinell und dynamisch zu erfassen. Es schließt damit eine methodische Lücke zwischen quantitativer Datenerhebung und praktischer Nutzbarmachung von Forschungsergebnissen für Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

  • Entwicklung eines tragfähigen Konzeptes für eine Forschungsdatenbank zu Bildungswegen und Bildungsungleichheiten.
  • Verbesserung der Sichtbarkeit bestehender Forschungsergebnisse.
  • Identifikation von Forschungslücken und künftigen Bedarfen.
  • Prüfung technischer Möglichkeiten zur Anwendung von Machine-Learning-Verfahren für die konzeptionelle Vernetzung von Forschungsthemen.

Es wurde ein detailliertes Konzept für den Aufbau einer inhaltsbasierten Forschungsdatenbank erstellt.

Die konzeptionelle Grundlage für eine innovative Datenbankarchitektur liegt vor. Sie bietet eine systematische und technisch fundierte Basis, um Forschungsstände effizienter zu erfassen und zugänglich zu machen. Darüber hinaus liegen thematische Analysen zu schulischer Diskriminierung und zur Inklusion von Geflüchteten im Hochschulbereich vor. Aufgrund personeller Umstrukturierungen am DeZIM-Institut wurde der technische Prototyp jedoch nicht umgesetzt. Zusätzlich wurden zwei exemplarische Forschungsthemen vertieft analysiert:

  1. Wiederholen einer Klassenstufe im Kontext schulischer Diskriminierung.
  2. Strukturelle Öffnung von Hochschulen für Geflüchtete.

  • Forschungsförderung sollte stärker auf digitale Infrastrukturprojekte ausgerichtet werden, die Wissensbestände vernetzen.
  • Politik und Verwaltung benötigen niedrigschwellige Zugänge zu wissenschaftlichen Erkenntnissen über Bildungsungleichheiten.
  • Kooperationen zwischen Bildungsforschung, Informatik und Praxispartnern sollten ausgebaut werden, um maschinelles Lernen gezielt für sozialwissenschaftliche Analysen nutzbar zu machen.
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Förderung: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Institutionelle Förderung)