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Abteilung Konsens & Konflikt
In postmigrantischen Demokratien werden Anerkennung und Teilhabe kontinuierlich im Kontext gesellschaftlicher Pluralität ausgehandelt. Die daraus hervorgehenden Konsens- und Konfliktdynamiken bilden den Gegenstand unserer Forschungs- und Transferaktivitäten. Konsens und Konflikt verstehen wir als normativ offene Prozesse, die sowohl sozialen Zusammenhalt als auch Polarisierung und Fragmentierung vorantreiben können. Unserer Arbeit ist empirisch orientiert und untersucht multimethodisch die Ursachen, Verläufe und Folgen dieser Aushandlungsprozesse, und wie sich diese vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Krisen und Umbrüche intensivieren und zuspitzen.
Unsere Forschung trägt dazu bei, das Wechselspiel von Konflikt und Konsens besser zu verstehen – wie entstehen diese Prozesse und welche gesellschaftlichen Auswirkungen haben sie? Soziale Ungleichheiten spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie prägen Konfliktlinien, beeinflussen Konsensherstellung und bestimmen somit, wie inklusiv und widerstandsfähig die plurale Demokratie ist.Dr. Friederike Römer, Leitung Abt. Konsens & Konflikt
Die Forschungs- und Transferaktivitäten der Abteilung sind in drei Profilschwerpunkte eingeteilt:
(Anti-)plurale Einstellungen und Praktiken
Die Pluralität sozialer und kultureller Hintergründe, Lebenswelten und politischer Präferenzen in postmigrantischen Gesellschaften bildet den Ausgangspunkt dieses Profilschwerpunkts. Untersucht wird, wie Individuen Gesellschaft und gesellschaftliche Transformationsprozesse wahrnehmen, bewerten und mitgestalten. Da Pluralität gesellschaftlich umstritten ist, werden dabei sowohl pluralitätsbefürwortende als auch -ablehnende Perspektiven berücksichtigt.
Postmigrantische Zivilgesellschaft im Wandel
Wie zivilgesellschaftliche Organisationen und soziale Bewegungen mit der Realität gesellschaftlicher Pluralität umgehen, steht im Mittelpunkt dieses Profilschwerpunkts. Analysiert werden unterschiedliche Handlungsformen – von Protest als sichtbarem Indikator gesellschaftlicher Konflikte bis hin zu freiwilligem Engagement – mit besonderem Augenmerk auf (pro-)migrantische und antirassistische Akteure sowie antagonistische Gegenmobilisierungen. Dabei werden sowohl zivilgesellschaftliche Binnendynamiken als auch deren Resonanzen in öffentlichen Debatten und politischen Institutionen berücksichtigt.
Umkämpfte Pluralität in Institutionen und Diskursen
Öffentliche Institutionen und Diskurse sind Ergebnis und zugleich strukturierende Rahmenbedingungen von Aushandlungsprozessen um Anerkennung und Teilhabe. Ihnen kommt somit eine hohes Gestaltungspotential in postmigrantischen Gesellschaften zu. Vor diesem Hintergrund untersuchen die Projekte in diesem Profilschwerpunkt, wie Pluralität in Institutionen und Diskursen befördert oder verhindert wird. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf staatlichen Institutionen und klassischen wie digitalen Medien.
Entwicklung und Umsetzung von rassismus- und diskriminierungssensiblen Diversitätsstudien in unterschiedlichen Institutionstypen (Vielfaltsgestaltung in Stiftungen, Diversität in der Bundesverwaltung (DiBu), Wie kommt die Vielfalt ins Amt?).
Implementierung und Skalierung eines digitalen Monitoringtools zur Messung von Gewalt und Gewaltschutz in Geflüchtetenunterkünften (Monitoring und Evaluierung des Gewaltschutzes in Geflüchtetenunterkünften: Skalierung und Vertiefung, Gewaltschutzmonitoring in Geflüchtetenunterkünften: Verbreitung, Auswertung und Verstetigung).
Aufbau eines Datensatzes (ImmigSR) zu sozialen Rechten von Eingewanderten im globalen Vergleich.
Aufbau einer öffentlich zugänglichen Dateninfrastruktur zu Protestereignissen im lokalen Raum in Deutschland; Analysen zu Mustern und Dynamiken migrationsbezogener Mobilisierungen (www.protestdata.eu, Lokale Konflikte um Migration);
Auswahl zentraler Publikationen der Abteilung Konsens & Konflikt
Projekte der Abteilung
Anzahl Projekte: 41
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Immigrant Social Rights – How Inclusion and Exclusion Shape Migrants’ Life Chances and Lived Experiences (SFB 1342, Teilprojekt B04)
Einrichtungen: Abteilung Konsens und Konflikt Laufzeit: Januar 2026 bis Dezember 2029 -
Welche Rolle spielt Diskriminierung in der Kinder- und Jugendhilfe?
Eine intersektionale empirische Analyse
Einrichtungen: Abteilung Konsens und Konflikt Laufzeit: Januar 2026 bis Dezember 2027 -
Selektive Resonanz? Die Thematisierung rassistischer Gewalt in Mediendebatten und Protesthandeln
Einrichtungen: Abteilung Konsens und Konflikt Laufzeit: Mai 2025 bis April 2027 -
Subjektive Diskriminierungserfahrungen in der SOEP-Hauptbefragung 2022
Einrichtungen: Abteilung Konsens und Konflikt Laufzeit: März 2025 bis Oktober 2025 -
Diskriminierungskritische Diversitätsforschung in Organisationen
Einrichtungen: Abteilung Konsens und Konflikt Laufzeit: Januar 2025 bis Dezember 2026