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Abteilung Konsens & Konflikt
Die Abteilung Konsens & Konflikt untersucht Ursachen, Formen, Praktiken und Folgen von Konsens- und Konfliktdynamiken in der postmigrantischen Gesellschaft. Dabei geht es um die Aushandlung von Anerkennung, Kategorisierungen, Machtbeziehungen und Ressourcen. Konflikte um Migration sind oft Chiffren für breitere Auseinandersetzungen um soziale Vielfalt und Teilhabemöglichkeiten in einer pluralen Demokratie. Die postmigrantische Perspektive umfasst daher auch Prozesse der Aushandlung von Gleichheit.
Unsere Forschung trägt dazu bei, das Wechselspiel von Konflikt und Konsens besser zu verstehen – wie entstehen diese Prozesse und welche gesellschaftlichen Auswirkungen haben sie? Soziale Ungleichheiten spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie prägen Konfliktlinien, beeinflussen Konsensherstellung und bestimmen somit, wie inklusiv und widerstandsfähig die plurale Demokratie ist.Dr. Friederike Römer Kommissarische Leitung Abt. Konsens & Konflikt
(Anti-)plurale Einstellungen und Praktiken
Postmigrantische Zivilgesellschaft im Wandel
Umkämpfte Pluralität in Institutionen und Diskursen
- Entwicklung eines digitalen Monitoringtools zur Messung von Gewalt und Gewaltschutz in Geflüchtetenunterkünften sowie Verbreitung und Verstetigung des Tools in sieben Bundesländern (Monitoring und Evaluierung des Gewaltschutzes in Geflüchtetenunterkünften: Skalierung und Vertiefung, Gewaltschutzmonitoring in Geflüchtetenunterkünften: Verbreitung, Auswertung und Verstetigung).
- Entwicklung und Anwendung von rassismus- und diskriminierungssensiblen Diversitätsstudien für die Bundesverwaltung (Diversität in der Bundesverwaltung (DiBu), Wie kommt die Vielfalt ins Amt?).
- Entwicklung einer auch im internationalen Vergleich einzigartigen Datenbank zur Erfassung lokaler Proteste sowie Entwicklung einer interaktiven Website (www.protestdata.eu), auf der wissenschaftliche Daten zu bundesweiten Protesten seit 1950 anschaulich aufbereitet sind (Lokale Konflikte um Migration).
- Erarbeitung einer Biografiedatenbank mit über 5.000 Biografien aller bundesdeutschen Positionseliten zur Messung des Ausmaßes der Unterrepräsentation verschiedener sozialer Gruppen sowie Verstetigung des Erhebungsinstruments im Elitenmonitor (Soziale Integration ohne Eliten?).
Gegenwärtig und zukünftig wird sich die Forschungsagenda der Abteilung verstärkt auf Internationalisierung und internationale Vergleiche konzentrieren. Dazu zählt eine globale Messung sozialer Rechte sowie die verstärkte Einbeziehung von Perspektiven aus dem globalen Süden. Gleichzeitig wir die Weiterentwicklung der kritischen Engagementforschung, der diskriminierungskritischen Organisationsforschung, von Strategien zur Bekämpfung von Rechtsextremismus sowie der Konfliktforschung im Kontext hybrider digitalisierter Öffentlichkeiten vorangetrieben.
Auswahl zentraler Publikationen der Abteilung Konsens & Konflikt
Projekte der Abteilung
Anzahl Projekte: 40
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Immigrant Social Rights – How Inclusion and Exclusion Shape Migrants’ Life Chances and Lived Experiences (SFB 1342, Teilprojekt B04)
Einrichtungen: Abteilung Konsens und Konflikt Laufzeit: Januar 2026 bis Dezember 2029 -
Welche Rolle spielt Diskriminierung in der Kinder- und Jugendhilfe?
Eine intersektionale empirische Analyse
Einrichtungen: Abteilung Konsens und Konflikt Laufzeit: Januar 2026 bis Dezember 2027 -
Selektive Resonanz? Die Thematisierung rassistischer Gewalt in Mediendebatten und Protesthandeln
Einrichtungen: Abteilung Konsens und Konflikt Laufzeit: Mai 2025 bis April 2027 -
Diskriminierungskritische Diversitätsforschung in Organisationen
Einrichtungen: Abteilung Konsens und Konflikt Laufzeit: Januar 2025 bis Dezember 2026 -
Diskriminierung und Engagement
Einrichtungen: Abteilung Konsens und Konflikt Laufzeit: Januar 2025 bis Dezember 2025