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Selektive Resonanz? Die Thematisierung rassistischer Gewalt in Mediendebatten und Protesthandeln

Abteilung Konsens und Konflikt

Projektleitung: Dr. Elias Steinhilper

Projektmitarbeitende: Dr. Nader Hotait Tom Runge

Laufzeit Mai 2025 bis April 2027
Status Laufendes Projekt

Mediale Berichte sowie zivilgesellschaftliche Mobilisierungen in Reaktion auf rassistische Gewalt können zur Sichtbarkeit und gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit Rassismus beitragen. Die rassistischen Anschläge in Hanau sowie der Tod von George Floyd machen dies deutlich. Gleichwohl ist bislang empirisch ungeklärt unter welchen Bedingungen rassistische Gewalt medial thematisiert wird und welche Rolle Proteste darin spielen. Vor diesem Hintergrund geht das Projekt der gesellschaftspolitisch drängenden Frage nach, warum manche rassistischen Gewalttaten mit Todesfolge, als besonders sichtbare Manifestationen von Rassismus, eine breite gesellschaftliche Solidarität mobilisieren, während andere Taten weitgehend unbeachtet bleiben.

Im Projekt wird auf ein mixed-methods Forschungsdesign zurückgegriffen, das quantitative Inhaltsanalysen auf Basis von lokalen und überregionalen Medienkorpora sowie eigens erhobener Social-Media-Daten mit einem systematischen qualitativen Fallvergleich kombiniert. Es baut auf umfangreichen Vorarbeiten in der Abteilung Konsens und Konflikt auf und setzt diese durch eine Kooperation in der Datennutzung mit dem NaDiRa-Medienmonitoring und dem InZentIM in Wert.

Das Projekt liefert damit, erstens, eine in dieser Form international einzigartige Bestandaufnahme und vergleichende Analyse der medialen Berichterstattung über rassistische Gewalt; zweitens ermöglicht dieser vergleichende Blick eine Theorie(weiter)entwicklung zu den Mechanismen der Thematisierung rassistischer Gewalt sowie drittens methodische Innovationen in der Analyse von hybriden Medienöffentlichkeit mithilfe inhaltsanalytischer Verfahren und Sprachmodellen. Schließlich werden, viertens, die gesellschaftlichen Implikationen der Befunde mit Medienschaffenden und Betroffeneninitiativen diskutiert.

Förderung: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Institutionelle Förderung)