Europa im Wandel: Kurz- und Langzeitimplikationen von Grenzkontrollen an der deutsch-polnischen Grenze
Abteilung Integration
Projektleitung: Prof. Dr. Magdalena Nowicka
Leitende Forschungsfragen
Die Wiedereinführung der Grenzkontrollen beeinflusst das Leben in der gesamten Region. Diese zu verstehen ist wichtig für die Weiterführung des deutsch-polnischen Dialogs und der Zusammenarbeit zwischen Kommunen, zivilgesellschaftlichen Akteuer*innen und Bewohner*innen der Region.Prof. Dr. Magdalena Nowicka, Leiterin der Abteilung Integration
Das Projekt zielt darauf ab, die Erfahrungen von Menschen im deutsch-polnischen Grenzraum zu untersuchen und besser zu verstehen, wie sich ihre Wahrnehmungen von europäischer Zusammenarbeit, staatlichen Institutionen und grenzüberschreitenden Beziehungen im Alltag entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt liegt darauf, Möglichkeiten zu identifizieren, wie zivilgesellschaftliche Akteure in einen konstruktiven, grenzübergreifenden Austausch eingebunden werden können. Auf dieser Grundlage soll eine sachliche Diskussion darüber angeregt werden, wie regionale Perspektiven zur Weiterentwicklung europäischer Zusammenarbeit beitragen können.
Methodisch stützt sich das Projekt auf ethnografische und visuelle Ansätze. Ergänzend werden Interviews mit Fachleuten, Anwohnerinnen und Anwohnern sowie Berufspendelnden in Deutschland und Polen geführt, um unterschiedliche Sichtweisen systematisch zu erfassen.
Den Kontext der Untersuchung stellt die vorübergehende Wiedereinführung von Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Polen dar. In einer Region, die stark durch grenzüberschreitende Mobilität, wirtschaftliche Verflechtungen und persönliche Kontakte geprägt ist, wirken sich solche Veränderungen unmittelbar auf Arbeitswege, Handel und soziale Beziehungen aus. Gleichzeitig werfen sie Fragen nach der praktischen Ausgestaltung europäischer Zusammenarbeit und deren Wahrnehmung im Alltag auf.
Förderung: Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung (Drittmittel)