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Immigrant German Election Study II: A Local Panel Study of Immigrant-Origin Voters During the Electoral Campaign of the 2021 Bundestag Election

Cluster Daten-Methoden-Monitoring

Projektleitung: Prof. Dr. Sabrina J. Mayer

Laufzeit Mai 2021 bis Mai 2022
Status Abgeschlossenes Projekt

IMGES II knüpft an die erste Phase der Immigrant German Election Study an und erweitert sie um eine systematische Analyse der medialen Diskurse zu Migration sowie die Vorbereitung einer umfangreichen telefonischen Mehrwellenbefragung (CATI). Ziel ist es, die wechselseitigen Zusammenhänge zwischen Medienberichterstattung, öffentlicher Meinung und politischen Einstellungen in Deutschland besser zu verstehen.

Leitende Forschungsfragen

Wie werden Menschen mit Migrationsgeschichte im Wahlkampf mobilisiert?
Welchen Einfluss haben dabei Effekte der Mediennutzung?
IMGES II verbindet erstmals eine groß angelegte Analyse medialer Migrationsdiskurse mit einer mehrwelligen Befragung und schafft so die Grundlage, individuelle Einstellungen und ihre Dynamik im Kontext politischer und medialer Entwicklungen präzise zu untersuchen.
Prof. Dr. Sabrina J. Mayer, Assoziiertes DeZIM-Mitglied

  • Im Rahmen von IMGES II wurden erstmals groß angelegt Mediendaten automatisiert gescraped. Erfasst wurden Artikel aus den wichtigsten überregionalen und regionale Tageszeitungen sowie ausgewählten Wochenformaten aus der Zeitspanne des Wahlkampfs (Juli-September 2021). Diese Mediendaten erlauben sowohl deskriptive Analysen von Trends in der Berichterstattung als auch die Verknüpfung mit Einstellungsdaten aus dem späteren CATI-Survey.
  • Parallel zur Medienanalyse wurde eine dreiwellige telefonische Erhebung (CATI) konzipiert, die Einstellungen, Erfahrungen und politische Beteiligung von Personen mit und ohne Migrationshintergrund erfasst. Zu den zentralen Arbeitsschritten zählen Entwicklung eines modularen Fragebogens mit Fokus auf Migrationseinstellungen, Diskriminierungserfahrungen, politischem Vertrauen und Wahlverhalten, Stichprobendesign zur gezielten Erreichung migrantischer Bevölkerungsgruppen, technische und organisatorische Vorbereitung der Feldphase sowie Pretests zur Sicherstellung der Messqualität.
  • Die drei Wellen ermöglichen nicht nur die Untersuchung individueller Einstellungsdynamiken, sondern auch die Modellierung von Reaktionen auf zeitgleiche mediale Ereignisse und politische Entwicklungen.

Haben Wahlkämpfe die gleiche Wirkung bei Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte?

Systematische Erhebung der Wahlkampfeffekte im Kontext der Bundestagswahl 2021

Durchführung einer dreiwelligen Telefonbefragung im Kontext der Bundestagswahl 2021 sowie parallele Erhebung der Medienberichterstattung zu zentralen Wahlkampfthemen. Anschließende Bereitstellung der Daten.

  • IMGES II begleitete vier Gruppen wahlberechtigter deutscher Staatsbürger*innen mit und ohne Migrationsgeschichte  über drei Befragungswellen im Bundestagswahlkampf. Neben den Herkunftsgruppen wurde auch zwischen erster und zweiter Generation unterschieden.
  • Die Ergebnisse zeigen, dass sich Angehörige aller Gruppen grundsätzlich als deutsch fühlen, die Stärke dieser Identifikation jedoch deutlich variiert. Das politische Interesse nahm im Verlauf des Wahlkampfs in allen Gruppen zu. Die Wahlbeteiligung unterschied sich nur moderat zwischen Personen mit und ohne Migrationsgeschichte.
  • Bei den Parteipräferenzen wird sichtbar, dass sich die Muster je nach Herkunftsgruppe unterscheiden und frühere Dominanzen bestimmter Parteien in einzelnen Gruppen nachgelassen haben. In einigen Gruppen zeigen sich zudem spezifische Präferenzen, etwa für bestimmte Parteien des linken oder rechten Spektrums.

Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft (Drittmittel)

Kooperationspartner:

Prof. Dr. Achim Goerres (Universität Duisburg-Essen), Prof. Dr. Dennis Christopher Spies (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)