Postmigrantische Gesellschaften
Abteilung Konsens und Konflikt
Projektleitung: Prof. Dr. Ralf Wölfer
Leitende Forschungsfragen
Das Projekt untersucht Einstellungen zur Teilhabe von Minderheiten in der deutschen Bevölkerung. Hierfür wurde eine umfangreiche Befragung durchgeführt, die Themen wie Anerkennung, Deprivation, Ausgrenzung, Demokratieüberzeugungen und Paradoxien abdeckt. Ziel ist es, gesellschaftliche Haltungen zu Pluralität, Gleichberechtigung und Zugehörigkeit differenziert zu erfassen.
Die Umfrage soll perspektivisch verstetigt werden, wobei ein Kern an Fragen zu antimuslimischen Einstellungen, Demokratieüberzeugungen und Pluralität erhalten bleibt. Darüber hinaus können wechselnde Themenschwerpunkte oder spezifische Befragtengruppen – etwa Migrant*innensamples – einbezogen werden. Die erhobenen Daten sollen langfristig Trends und Veränderungen sichtbar machen und als Grundlage für ein Monitoring der postmigrantischen Gesellschaft dienen. Erkenntnisse aus der Befragung fließen zudem in andere Projekte der Abteilung ein und tragen zur konzeptionellen Weiterentwicklung des Forschungsfeldes bei.
Bislang fehlten kontinuierliche und vergleichende empirische Daten zur Wahrnehmung und Bewertung von Minderheiten in der deutschen Bevölkerung. Das Projekt schaffte eine systematische Grundlage für die Beobachtung gesellschaftlicher Entwicklungen in der postmigrantischen Gesellschaft und bereitete langfristige Analysen von Einstellungsveränderungen vor.
- Erhebung empirischer Daten zu Einstellungen gegenüber Minderheiten, Pluralität und Demokratie.
- Vorbereitung einer wiederkehrenden Umfrage als Monitoring-Instrument für die postmigrantische Gesellschaft.
- Identifikation von Spannungsfeldern, Paradoxien und Wahrnehmungsunterschieden in der Bevölkerung.
- Bereitstellung empirischer Grundlagen für wissenschaftliche Analysen, politische Entscheidungsprozesse und gesellschaftliche Debatten.
Das Projekt hat zu einer Reihe vertiefender Analysen geführt, unter anderem zu den Themen „Ost-Identität“ und „Pluralitätsabwehr“. Beim Vergleich von Ostdeutschen und Muslim*innen wurden Parallelen festgestellt. Darüber hinaus wurden Haltungen zum Kopftuchverbot und zum Mauerfall untersucht. Aus dem Projekt sind mehrere wissenschaftliche Publikationen hervorgegangen, darunter Research Notes und Fachartikel.
- Die Forschung lieferte empirische Erkenntnisse über gesellschaftliche Einstellungen zu Minderheiten, Demokratie und Pluralität. Sie zeigt, dass gesellschaftliche Konflikte häufig Ausdruck tieferliegender Spannungen zwischen Gleichheitsnormen und Abgrenzungsbedürfnissen sind.
- Das Projekt hat zu einer Reihe vertiefender Analysen geführt, unter anderem zu den Themen „Ost-Identität“ und „Pluralitätsabwehr“. Beim Vergleich von Ostdeutschen und Muslim*innen wurden Parallelen festgestellt. Darüber hinaus wurden Haltungen zum Kopftuchverbot und zum Mauerfall untersucht. Aus dem Projekt sind mehrere wissenschaftliche Publikationen hervorgegangen, darunter Research Notes und Fachartikel.
- Die Ergebnisse des Projekts sind zudem in den Aufbau der beiden DeZIM-Panelstudie (dezim.panel und nadira.panel) eingeflossen.
- Förderung kontinuierlicher sozialwissenschaftlicher Erhebungen zu gesellschaftlicher Pluralität und Demokratie.
- Nutzung der Befragungsergebnisse für politische Bildungsarbeit und Demokratieförderung.
- Entwicklung langfristiger Monitoring-Strukturen, um gesellschaftliche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.
- Stärkere Integration der Perspektiven marginalisierter Gruppen in politische Entscheidungsprozesse.
- https://www.dezim-institut.de/publikationen/publikation-detail/ost-migrantische-analogien-i/
- https://www.dezim-institut.de/publikationen/publikation-detail/wer-befuerwortet-ein-kopftuchverbot-in-deutschland/
- https://www.frontiersin.org/journals/sociology/articles/10.3389/fsoc.2021.735421/full
- https://www.dezim-institut.de/fileadmin/user_upload/fis/publikation_pdf/FA-5820.pdf
Förderung: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Institutionelle Förderung)