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SOLICITY: Urban Sanctuary, Migrant Solidarity and Hospitality in Global Perspective

Abteilung Konsens und Konflikt

Projektkoordination: Dr. Elias Steinhilper

Assoziierte: Bridget Collrin

Laufzeit April 2021 bis März 2028
Status Laufendes Projekt

Städte spielen eine zentrale Rolle bei der Integration von Migrant*innen und Geflüchteten und bieten oft Schutz und Teilhabe, wenn Nationalstaaten einen legalen Status verweigern. Dieses siebenjährige globale Partnerschafts-Projekt, in dem das DeZIM als institutioneller Partner mitwirkt, untersucht innovative städtische Politiken, fördert den Wissensaustausch und unterstützt lokale Strategien für soziale und wirtschaftliche Teilhabe.

Leitende Forschungsfragen

Welche strukturellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede bestehen zwischen städtischen und kommunalen Initiativen, Politiken und Praktiken zur Aufnahme von Migrant*innen und Geflüchteten, einschließlich solcher, die von Nationalstaaten nicht gewollt sind? Lässt sich ein gemeinsamer urbaner Ansatz erkennen?
Was können städtische und kommunale Akteur*innen in verschiedenen Ländern und Regionen voneinander lernen, wenn es um die Aufnahme von Migran*tinnen und Geflüchteten geht?
Wie kann theoretisches und praktisches Wissen mobilisiert werden, um lokale Kapazitäten zur Aufnahme schutzbedürftiger Migrant*innen und Geflüchteter zu stärken?

Städte sind zentrale Orte für das Verständnis von Inklusion und Geflüchtetenschutz weltweit. Während Nationalstaaten in der Regel die Aufnahme von Migrant*innen und Geflüchteten über Visa-, Einwanderungs-, Asyl- und Staatsbürgerschaftspolitik steuern, finden Integration, gesellschaftliche Teilhabe und die Entwicklung eines Zugehörigkeitsgefühls in Städten statt. Viele Städte bieten Schutz und Integration für Menschen ohne legalen Status. Trotz globaler Beispiele städtischer Initiativen existiert bislang weder ein theoretisierter gemeinsamer urbaner Ansatz noch ein koordinierter kontinentübergreifender Austausch zu lokalen Politiken und Praktiken.

Diese siebenjährige Partnerschaft bringt Wissenschaftler*innen und Stakeholder aus dem Globalen Norden und Süden zusammen, um innovative städtische Integrationsansätze zu untersuchen. Ziel ist es, das theoretische und praktische Verständnis von urbaner Zuflucht, Solidarität und Gastfreundschaft zu fördern, städtische Kapazitäten durch internationale Zusammenarbeit, Vernetzung und Wissensaustausch zu stärken und neue kommunale Rahmenbedingungen zu entwickeln, die evidenzbasierte Entscheidungen auf lokaler Ebene ermöglichen.

Das Projekt vernetzt ein interdisziplinäres Team von 72 Forschenden und Partner*innen an vier kontinentalen Knotenpunkten in Nordamerika, Afrika, Europa und Lateinamerika und schafft Ausbildungs- und Trainingsmöglichkeiten für über 105 Studierende und Nachwuchswissenschaftler*innen.

Das Projekt analysiert vergleichend städtische Politiken und Praktiken zur Aufnahme und zum Schutz schutzbedürftiger Migrant*innen und Geflüchteter und schließt eine Forschungslücke in der kontinentübergreifenden Analyse. Es fördert den internationalen Austausch und Wissenstransfer zwischen Globalem Norden und Süden, reagiert auf die durch COVID-19 verschärfte Prekarität und soll evidenzbasierte Erkenntnisse liefern, die lokale Integration unterstützen, Härten mildern und soziopolitische Spannungen reduzieren.

  • Förderung theoretischen Wissens und praktischen Verständnisses in Bezug auf urbane Zuflucht, Solidarität und Gastfreundschaft gegenüber schutzbedürftigen Migrant*innen und Geflüchteten im Globalen Norden und Süden.
  • Aufbau und Stärkung städtischer Kapazitäten zur Aufnahme schutzbedürftiger Migrant*innen und Geflüchteter durch internationale Zusammenarbeit, Vernetzung und Wissensaustausch zwischen Forschenden, Praktiker*innen und städtischen Entscheidungsträger*innen.
  • Entwicklung neuartiger kommunaler und gemeindebasierter Rahmenbedingungen, um innovative und evidenzbasierte politische Entscheidungen auf lokaler Ebene zur Aufnahme schutzbedürftiger Migrant*innen und Geflüchteter zu ermöglichen.

Förderung: Social Sciences and Humanities Research Council of Canada (SSHRC) (Drittmittel)