Soziale und ethnische Ungleichheiten im Bildungserfolg und die institutionelle Struktur des deutschen Bildungssystems
Eine nationale Perspektive mit internationaler Einbettung
Cluster Daten-Methoden-Monitoring
Projektleitung: PD Dr. Jörg Dollmann
Im Rahmen eines „invited Annual Review“-Artikels für die Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie untersucht dieses Publikationsprojekt, inwiefern institutionelle Strukturen des deutschen Bildungssystems zur Reproduktion oder Reduzierung sozialer und ethnischer Bildungsungleichheiten beitragen. Im Zentrum stehen drei eng umrissene Dimensionen: Stratifizierung, Selektivität und Durchlässigkeit. Der Beitrag betrachtet zentrale Übergänge im Bildungsverlauf (z.B. nach der Grundschule oder beim Erwerb einer Hochschulzugangsberechtigung) und rückt dabei nicht die Leistungsentwicklung, sondern bildungsbezogene Entscheidungsprozesse in den Fokus – ein Aspekt, der in bisherigen Studien häufig unterbelichtet bleibt (Boudon 1974; Jackson & Jonsson 2013). Durch die gezielte internationale Einbettung werden die deutschen Ergebnisse zudem mit Befunden aus ähnlich oder weniger stark selektiven Systemen (z. B. Niederlande, Skandinavien) kontrastiert (Jackson & Jonsson 2013).
Förderung: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Institutionelle Förderung)