- Startseite
- Veranstaltungen
- Fachgespräch | Intersektionale Gleichstellungsperspektiven auf das deutsche Aufenthalts- und Migrationsrecht
Fachgespräch | Intersektionale Gleichstellungsperspektiven auf das deutsche Aufenthalts- und Migrationsrecht
Die Bundesstiftung Gleichstellung (BSG) und das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) laden Sie herzlich zu einem Fachgespräch zum Thema „Intersektionale Gleichstellungsperspektiven auf das deutsche Aufenthalts- und Migrationsrecht“ ein.
Wann: 23. Juni 2026, 14:30 bis 16 Uhr
Wo: Karl-Liebknecht-Straße 34, 8.OG, 10178 Berlin
Bitte melden Sie sich bis zum 21. Juni 18:00 Uhr hier an: ANMELDUNG
Deutschland ist ein Einwanderungsland. Doch das deutsche Migrationsrecht bleibt vielfach durchzogen von ungleichen Machtverhältnissen, diskriminierenden Strukturen und Ausschlüssen. Geschlecht, Herkunft und Aufenthaltsstatus wirken dabei auf komplexe Weise zusammen und bestimmen maßgeblich, wer Zugang zu Rechten, Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe erhält – und wer nicht.
Eine intersektionale Perspektive auf Aufenthaltsstatus und Migration zeigt, wie eng Fragen von Geschlechtergerechtigkeit und Integration miteinander verwoben sind. Sie legt offen, dass migrationsrechtliche Regelungen nicht neutral sind, sondern gesellschaftliche Ungleichheiten fortschreiben oder verstärken können.
Nach einem Grußwort durch Franziska Rauchut, Leitung des Bereichs Wissen, Beratung, Innovation der Bundesstiftung Gleichstellung, wird Pauline Hachenberg, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Wissen, Beratung, Innovation, einen Überblick über die Verwobenheit der Kategorien „Geschlecht“ und „Migration“ anhand ihres Fachtexts „Geschlecht, Migration und Zugangshürden“ geben.
Im Anschluss stellt Dr. David Schiefer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Integration am DeZIM-Institut, auf Grundlage der Publikation „Familiäre Fürsorge über Grenzen hinweg“, wie familiäre Fürsorge über nationale Grenzen hinweg auch durch rechtliche Hürden erschwert wird.
Ergänzend erläutert Dr. Nora Ratzmann, ebenfalls Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Integration am DeZIM-Institut, ihre Forschung zu den Lebenslagen geflüchteter Frauen aus der Ukraine und den Auswirkungen auf deren Bleibeperspektiven nach der sogenannten Massenzustrom-Richtlinie (Temporary Protection Directive) vor. Ausgangspunkt ist hier das Paper „Implementing the Temporary Protection Directive in Germany: de jure liberal, de facto selective?“.
Anschließend diskutieren Prof. Magdalena Nowicka, Leitung der Abteilung Integration am DeZIM-Institut, Dr. Delal Atmaca, Mitglied des Stiftungsbeirats der Bundesstiftung Gleichstellung und Geschäftsführerin und Mitbegründerin des Dachverbandes der Migrantinnenorganisationen (DaMigra e.V.) sowie Franziska Rauchut in einer Fishbowl-Diskussion mit den Beteiligten dazu, wie ein migrationsrechtlicher Rahmen aussehen kann, der tatsächliche Gleichberechtigung ermöglicht.
Die Veranstaltung wird moderiert von Pauline Ahlhaus, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Wissen, Beratung, Innovation der Bundesstiftung Gleichstellung.
Datenschutzinformationen