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Evaluation der Förderprogramme der LADS – Landesprogramm ‚Demokratie. Vielfalt. Respekt.‘, LSBTI-Fachpolitik sowie Antidiskriminierung und Diversität

Fachgruppe Demokratieförderung und demokratische Praxis

Projektleitung: Dr. Sarah Berndt,  Dr. Olaf Kleist

Projektmitarbeitende: Brinda Heckmann,  Dr. Hanna Hoa Anh Mai,  Elena Manevic,  Eli Saß,  Adrian Schneider,  Dr. Iris Schwarzenbacher

Laufzeit September 2026 bis Dezember 2027
Status Laufendes Projekt

Die Evaluation untersucht empirisch Wirkung, Zielerreichung und konzeptionelle Passung von drei über die Berliner Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS) geförderten Bereichen: dem Landesprogramm „Demokratie. Vielfalt. Respekt. Gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus, den Förderinstrumenten der LSBTI-Fachpolitik sowie der Fördersäule Antidiskriminierung und Diversität. Leitende Fragen betreffen Handlungslogiken, Zielgruppenerreichung, Wirkungen und Nachhaltigkeit der Projekte sowie die Frage, ob die Förderarchitektur den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen gerecht wird. Methodisch verbindet ein formativ-summativer Mixed-Methods-Ansatz Kontext- und Wirkmodellierung, eine standardisierte Vollerhebung, vertiefende Wirkungsfallstudien und Gespräche mit der Steuerungsebene.

Leitende Forschungsfragen

Welche Wirkungen erzielen die geförderten Projekte auf Ebene von Zielgruppen, Zielinstitutionen und Zielsystemen? Inwieweit erreichen die Förderbereiche ihre jeweiligen als auch übergeordneten Ziele – von der Stärkung von Demokratie und Menschenrechten über den Abbau von Queer- und Trans*feindlichkeit bis zum Diskriminierungsabbau entlang der Merkmale des AGG/LADG?
Sind die Förderstrategien und Projektformate geeignet, die adressierten Problemlagen – Rechtsextremismus, Antisemitismus, Rassismus, Queerfeindlichkeit, Diskriminierung – wirksam zu bearbeiten, auch vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen (Shrinking Civic Spaces, Digitalisierung/KI, Antisemitismus- und Rassismusdynamiken, Backlash gegen Gleichstellungspolitik)? Welche datenbasierten Empfehlungen lassen sich für die Weiterentwicklung der Förderarchitektur ableiten?
Vielfalt und demokratische Stadtkultur machen Berlin aus – wie diese wirksam gefördert und angesichts aktueller Herausforderungen noch effektiver gefördert werden können, das ist Gegenstand dieser Evaluation.
J. Olaf Kleist

Das Design ist formativ und summativ angelegt und kombiniert eine bilanzierende Wirkungsbewertung mit handlungsleitenden Zwischenergebnissen. Verwendet werden gegenstandsangemessene Mixed-Methods mit Perspektiven- und Datentriangulation. Aufeinander aufbauende Arbeitspakete decken das Vorhaben ab:

1. Kontextanalyse: Fokussierte Diskurslandkarte (u. a. Shrinking Civic Spaces, Rechtsextremismus, Antisemitismus/Rassismus seit dem 7. Oktober 2023, Queerfeindlichkeit/Backlash, Digitalisierung und KI, Haushaltsdruck), gestützt auf Fachliteratur-/Diskursanalyse, aktuelle empirische Studien sowie leitfadengestützte Expert*inneninterviews.

2. Wirkmodellierung und Zieldefinition: Systematische Dokumenten- und Sekundäranalyse (Förderanträge, Sachberichte, Leitlinien, Aktionspläne, Landesstrategie) zur Ableitung bereichsspezifischer logischer Wirkungsmodelle und Indikatoren.

3. Standardisierte Online-Survey: Vollerhebung aller geförderten Projekte mit fachbereichsübergreifendem Kernteil und bereichsspezifischen Modulen; (teil-)partizipative Instrumentenentwicklung mit ausgewählten Träger*innen und Fachstellen.

4. Wirkungsfallstudien: per Theoretical Sampling ausgewählte Projekte über alle Förderbereiche werden per leitfadengestützten Interviews, Kurzinterviews mit Kooperationspartner*innen sowie teilnehmenden Beobachtungen bzw. Interviews mit Zielgruppen auf Wirkung und Zielerreichung untersucht.

Ergebnisse werden in einem partizipativen Fachtag validiert und in einem Abschlussbericht veröffentlicht.

Förderung: Land Berlin – Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung (Drittmittel)