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TRANSMIT 3.0 – Transnational Perspectives on Migration and Integration

DeZIM-Forschungsgemeinschaft

Laufzeit Januar 2025 bis Dezember 2027
Status Laufendes Projekt

Seit 2020 verfolgt das TRANSMIT-Projekt das Ziel, Migration als komplexes soziales Phänomen besser zu verstehen, welches durch regionale und geopolitische Kontexte geprägt wird. Angesichts der wachsenden politischen Relevanz von Migration und Integration sowie zunehmender Skepsis gegenüber Einwanderung ist datengestützte und theoriegeleitete Forschung, die über europäische Grenzen hinausgeht, unerlässlich, um den öffentlichen und politischen Diskurs fundiert zu informieren. TRANSMIT 3.0 konzentriert sich daher auf Migration nach Europa und die kontextuellen Faktoren, die diesen Prozess entlang der gesamten Migrationsroute prägen -- einschließlich der Motivationen und Erfahrungen von Migrantinnen und Migranten sowie der politischen und institutionellen Bedingungen, die Migrationsentscheidungen und Integrationsprozesse beeinflussen. Das Projekt richtet seinen Fokus auf Migrationsdynamiken aus Westafrika und dem Nahen Osten, zwei Kontexte, die für Europa und Deutschland von besonderer Rel

Leitende Forschungsfragen

Was motiviert Menschen in Westafrika und dem Nahen Osten zur Migration nach Europa?
Wie prägen politische, wirtschaftliche und institutionelle Bedingungen entlang der Migrationsroute (also in Herkunft-, Transit- und Zielländern) Migrationsentscheidungen, Integrationsprozesse und mögliche Rückkehrentscheidungen?
Wie nehmen Aufnahmegesellschaften diese Migrationsdynamiken wahr und reagieren darauf?
TRANSMIT untersucht Migration als einen komplexen, transnationalen und sozialen Prozess mit Wechselwirkungen von Migration, Integration und Grenz- und Migrationspolitiken in Herkunfts-, Transit- und Zielländer.
Prof. Dr. Herbert Brücker (IAB/BIM)

Projektteam:

Projektleitung: Prof. Dr. Herbert Brücker (IAB/BIM); Prof. Dr. Ulrike Kluge (Charité/BIM); Prof. Dr. Naika Foroutan (BIM/DeZIM-I); Prof. Dr. Ruud Koopmans (WZB); Dr. Ramona Rischke (DeZIM-I); Prof. Dr. Helen Schwenken (IMIS)

Projektmitarbeiter*innen: Judith Altrogge (IMIS); Tamara Bogatzki (WZB); Dr. Irene Pañeda Fernández; Lidwina Gundacker (IAB); Laura Hertner (BIM); Philipp Jung (IMIS); Dr. Daniel Meierrieks (WZB, Projektkoordination); Dr. Julia Stier (WZB); Dr. Nader Talebi (BIM); Irem Tuncer-Ebetürk (BIM, Projektkoordination)

 

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Projektbeschreibung:

Seit mehreren Jahren baut das TRANSMIT-Team eine umfangreiche Dateninfrastruktur auf, die eine solche transnationale Forschung ermöglicht. In den vorangegangenen Projektphasen (TRANSMIT) fanden regional repräsentative Erhebungen in Senegal (Dakar, Casamance), Gambia und Nigeria (Edo, Kaduna) statt, ergänzt durch eine Befragung von in Deutschland lebenden Westafrikaner*innen. Ebenso wurden syrische Geflüchtete und die Mehrheitsbevölkerung im Libanon und in der Türkei in repräsentativ angelegten Längsschnittstudien befragt (TRANSMIT-Surveys als SUF am DeZIM.fdz beantragen). Qualitative Daten wurden zusätzlich im Senegal, in Gambia, in Marokko, in Italien, dem Iran und in der Türkei sowie online erhoben. Eine Übersicht zu darauf basierenden Publikationen findet sich hier.
In der neuen Projektphase wird die Befragung in der Türkei gezielt ausgebaut und durch eine neue quantitative Befragung in Marokko ergänzt. Die Türkei und Marokko spielen als Länder an den europäischen Außengrenzen eine wichtige Rolle in der europäischen Migrationspolitik. Für die Türkei, den Iran, Gambia, den Senegal, Deutschland und Marokko sind zudem qualitative Datenerhebungen geplant. Das TRANSMIT-Team setzt somit seinen multimethodischen Ansatz fort, der quantitative und qualitative Elemente kombiniert.

Auf Grundlage dieser reichhaltigen Datenbasis untersuchen wir, wie internationale Migrationsregime und politisch-institutionelle Kontexte in Herkunfts-, Aufnahme- und Transitstaaten die individuellen Migrationsprozesse und Integrationserfahrungen von Migrant*innen beeinflussen. Unsere Forschung fokussiert sich dabei auf fünf Schwerpunktthemen: Determinanten von Migrationsaspirationen, Gender-Aspekte, die Rolle von Arbeit und Arbeitsmärkten, Gesundheitsaspekte sowie Auswirkungen des Klimawandels. Der erwartete Erkenntnisgewinn ist somit sowohl für die Öffentlichkeit und Politik als auch für die Wissenschaft, besonders in Zeiten sich wandelnder Migrationsregime, hochgradig relevant.

 

Beteiligte Verbundpartner: Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM); DeZIM-Institut, Abteilung Migration (DeZIM-I); Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB); Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS); Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB, Verbundkoordination)

as Projekt schließt Forschungslücken zu verschiedenen Fragen der Migrationsforschung, u.a. zur (i) Entstehung von Migrationsaspirationen (z.B.im Hinblick auf den Einfluss von Diskriminierung und Migrationspolitik in Herkunft- und Zielländern), der Rolle von (ii) Gender (z.B. Rolle von Gender-Normen und genderspezifischer Ungleichheit) und (iii) Arbeit sowie zur (iv) Interaktion von Gesundheit und Migration (z.B. gesundheitliche Versorgung von Migranten) und (v) zum Einfluss des Klimawandels auf Migrationsentscheidungen sowohl im westafrikanischen wie MENA-Kontext.

as Projekt verfolgt mehrere Hauptziele. Erstens sollen die o.g. Forschungslücken durch datengestützte und theoriegeleitete Forschung geschlossen werden. Zweitens sollen die im Projekt erhobenen Daten und die damit aufgebauten Dateninfrastruktur der wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Verfügung gestellt werden. Drittens berührt TRANSMIT hoch relevante aktuelle politische Themen und Debatten. Es ist ein weiteres zentrales Anliegen des Projekts, in geeigneten Formaten einen Austausch und Transfer der im Projekt gewonnenen Erkenntnisse zu ermöglichen.

TRANSMIT erhebt sowohl qualitative wie auch quantitative Daten. In der kommenden Projektphase sind quantitative Erhebungen in Marokko und der Türkei sowie qualitative Erhebungen im Iran (digital), Senegal, Gambia, Marokko, der Türkei und Deutschland vorgesehen. Die Auswertung der erhobenen Daten erfolgt durch verschiedene Verfahren der qualitativen und quantitativen Forschung. Zu ausgewählten Forschungsthemen werden zudem qualitative und quantitative Daten in einem Mixed-Methods-Forschungsdesigns zusammengeführt und ausgewertet.

Förderung: Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Drittmittel)