DeZIM-Konferenz 2026

07. – 09.10.2026 – Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG), Bielefeld

Die DeZIM Konferenz findet vom 07.-09.10.2026 am Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld statt. Das Bewerbungsverfahren ist mittlerweile abgeschlossen und wir bedanken uns für die zahlreichen Einreichungen. Nachfolgend finden Sie Hinweise zur Anreise und Übernachtung. 

Das finale Programm wird im September veröffentlicht.

Die umkämpfte Normalität der Migration

Migration, Flucht und Zugehörigkeit stehen im Zentrum gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse. Doch jenseits aktueller Polarisierungen stellen sich grundlegende Fragen nach Treibern und Prozessen des gesellschaftlichen und politischen Wandels: Wie sind die Konflikte um Migration historisch und strukturell eingebettet? In welchen Kontexten sind Migration und Vielfalt wenig umstrittene Normalität? Wozu führen „Ungleichzeitigkeiten“, ein Nebeneinander unterschiedlicher Konfliktintensitäten und -logiken? An welchen Konfliktlinien werden rechtsstaatliche Prinzipien zugunsten antidemokratischer oder illiberaler Politik angegriffen?

Mit diesem Zugang untersucht die Konferenz aus interdisziplinärer Perspektive, wie globale Krisen, transnationale Verflechtungen, nationale Diskurse sowie lokale Erfahrungen langfristige Verschiebungen von Solidarität, Exklusion und Demokratie formen. Ziel ist es, Konflikte nicht nur als Symptome der Gegenwart zu lesen, sondern als zentrale Dynamiken gesellschaftlicher Transformation und Zukunftsfähigkeit zu analysieren.

 

Im Fokus stehen unter anderem folgende Fragen:

  • Wie verändern sich Konfliktlinien, Narrative und politische Ordnungen rund um Migration, Flucht und Zugehörigkeit über längere historische Zeiträume hinweg? Welche Kontinuitäten prägen diese Felder?
  • Welche Dynamiken von Öffnung und Schließung zeigen sich in politischen Institutionen, Zivilgesellschaft, Medien und Alltagspraktiken, und wie lassen sich konträre Logiken und widerstrebende Tendenzen erklären?
  • Welche Konfliktlogiken – demokratisierend, stabilisierend, exklusiv – lassen sich in politischen Institutionen, Zivilgesellschaft, Medien und Alltag im Umgang mit Migration erkennen?
  • Wie wirken internationale Konflikte, transnationale Netzwerke und lokale Erfahrungen zusammen und formen längerfristige Verschiebungen im Verständnis von Teilhabe, Integration und Solidarität?
  • Wie und warum entstehen neue Formen von Rassismus, Exklusion und Autoritarisierung und zugleich neue Praktiken von Solidarität und demokratischer Erneuerung im Kontext globaler Krisen und lokaler Auseinandersetzungen?
  • Welche Rolle spielen Forschung, Politik und Praxis in der Gestaltung migrationsbezogener Konfliktfelder, und wie können Ungleichzeitigkeiten im gesellschaftlichen Wandel systematisch erfasst und reflektiert werden?

Die Konferenz versteht sich als interdisziplinäres Forum für Austausch und Vernetzung zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis. Eingeladen sind Wissenschaftler*innen aller Karrierestufen sowie Akteur*innen aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und Praxis, die zu den Themen Migration, Integration, Rassismus und Konflikten arbeiten.

 

Kontakt

Rückfragen können an Esther Beckey und Julia Heinle unter tagung(at)dezim-institut.de gerichtet werden. In den Instituten der DeZIM-Forschungsgemeinschaft stehen die Forschungsvernetzungsstellen als Ansprechpersonen zur Verfügung.

Programmkomitee und Konferenzorganisation

Esther Beckey (DeZIM-Institut), Marcel Berlinghoff (IMIS), Andreas Blätte (InZentIM), Andrea Chagas (MZES), Anastasia Demidova (IAB), Zeynep Demir (IKG), Noa Ha (DeZIM-Institut), Julia Heinle (DeZIM-Institut), Andreas Pott (IMIS), Elias Steinhilper (DeZIM-Institut), Jana Springer (IKG), Andreas Zick (IKG)

Hinweise zur Anreise und Übernachtung