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DeZIM lunch_discussion | Berlin als Wissenschaftsstandort
Wann: Mittwoch, 3. Juni, 14:00–15:00 Uhr
Wo: Saal, DeZIM-Institut, Mauerstraße 76, 10117 Berlin
Bitte melden Sie sich bis zum 1. Juni 18 Uhr hier an: ANMELDUNG
Berlin zählt zu den wichtigsten Wissenschaftsstandorten Europas. Zugleich verändern knappe öffentliche Haushalte, steigende Erwartungen und internationaler Wettbewerb die Rahmenbedingungen für Hochschulen und Forschungseinrichtungen grundlegend. Damit gewinnt die Frage an Bedeutung, welche politischen Prioritäten künftig gesetzt werden sollen und wie sich wissenschaftliche Leistungsfähigkeit, gesellschaftliche Verantwortung und langfristige Stabilität miteinander verbinden lassen.
Im Berliner Wissenschaftssystem treffen dabei unterschiedliche Anforderungen aufeinander. Große Forschungsinfrastrukturen brauchen langfristige Investitionen und stabile Rahmenbedingungen. Hochschulen stehen zugleich vor finanziellen und organisatorischen Einschnitten. Sozial- und gesellschaftswissenschaftliche Forschung bewegt sich in einem Umfeld, in dem öffentliche Debatten, politische Erwartungen und gesellschaftliche Polarisierung stärker auf wissenschaftliche Arbeit einwirken.
Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen spielen in diesem Gefüge eine zentrale Rolle. Sie tragen wesentlich zur wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit, technologischen Innovation und wirtschaftlichen Entwicklung Berlins bei. Netzwerke wie BR50 verdeutlichen die Bedeutung dieser Einrichtungen für den Forschungsstandort und seine strategische Weiterentwicklung.
Gleichzeitig stellt sich die Frage, unter welchen Bedingungen Wissenschaft gesellschaftlich wirksam bleiben kann. Einrichtungen wie das DeZIM arbeiten an der Schnittstelle von Forschung, Öffentlichkeit und Politik und machen sichtbar, wie eng wissenschaftliche Arbeit heute mit gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und politischen Rahmenbedingungen verbunden ist.
Vor diesem Hintergrund diskutieren Vertreter:innen aus Politik, Hochschulen und außeruniversitärer Forschung über die Zukunft des Wissenschaftsstandorts Berlin und die Bedingungen wissenschaftlicher Arbeit in einer Zeit wachsender finanzieller, politischer und gesellschaftlicher Spannungen.
Leitfragen der Diskussion:
Wie attraktiv ist Berlin aktuell als Wissenschaftsstandort und wo liegen die größten Herausforderungen?
Welche Folgen haben finanzielle Einschnitte und politische Prioritätensetzungen für Hochschulen und Forschungseinrichtungen?
Welche Rolle spielen außeruniversitäre Forschungseinrichtungen für Innovation, Infrastruktur und internationale Wettbewerbsfähigkeit?
Wie lässt sich wissenschaftliche Exzellenz mit gesellschaftlicher Verantwortung und institutioneller Stabilität verbinden?
Mitwirkende:
Prof. Dr. Pauline Endres de Oliveira, Professur für Recht und Migration, Humboldt-Universität zu Berlin
Prof. Dr. Bernd Rech, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums Berlin und Vorstandsmitglied von BR50
Steffen Krach, ehemaliger Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung des Landes Berlin
Moderation
Prof. Dr. Naika Foroutan, Direktorin des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung und Professorin für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik an der Humboldt-Universität zu Berlin