Denis Zekovic
Wissenschaftler Mitarbeiter Abteilung Integration
E-Mail: zekovic(at)dezim-institut.deDenis Zeković ist Sozialgeograph mit einem Forschungsschwerpunkt an der Schnittstelle von Migrationsforschung, urbaner Governance mit einem besonderen Fokus auf alltäglichen Aushandlungen. Nach seinem Studium der Soziologie, Politikwissenschaften und Islamwissenschaften an der Universität Tübingen schloss er den Research Master International Development Studies an der Universität Amsterdam (UvA) ab.
In seiner Promotion an der Technischen Universität Chemnitz, betreut von Birgit Glorius, untersucht er Ankunfts- und Aufnahmeprozesse in deutschen Mittelstädten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Kommunen auf die Ankunft größerer Migrationsbewegungen reagieren – insbesondere in den Kontexten von 2015 und 2022 – und wie diese Prozesse das lokale Zusammenleben langfristig verändern. Konzeptuell verbindet er eine Resilienzperspektive auf lokale Governance mit dem Begriff der Ankunftsinfrastrukturen sowie mit Forschung zu Konvivialität und der lokalen Produktion von Zugehörigkeit. Von besonderem Augenmerk ist dabei die Frage, wie öffentliche Räume in Mittelstädten zu Orten alltäglicher Aushandlung von Differenz und Zugehörigkeit werden. Empirisch vergleicht er eine west- und eine ostdeutsche Mittelstadt auf der Grundlage von ethnographischen Methoden.
Seine Forschung ist in mehrere laufende Verbundprojekte eingebettet. An der TU Chemnitz untersucht er gemeinsam mit internationalen Partner:innen im Rahmen des Projekts REFRAME, wie Ankunft als strukturell eingebetteter urbaner Prozess jenseits eines Krisennarrativs neu konzeptualisiert werden kann. Am DeZIM ist er seit dem Sommer 2022, zuerst als Austauschstudent im Projekt VISION, in dem er seine Abschlussarbeit schrieb. Danach setzte er seine Arbeit in einem Projekt zu resilienten Kommunen fort und führt deutschlandweit Online-Workshops mit Integrationsbeauftragten durch und analysierte, wie lokale Akteure trotz begrenzter Ressourcen Handlungsspielräume entwickeln. Nun ist er im Rahmen des Projekts „Ankommen in Deutschland“ nach wie vor mit Kommunen im Austausch und hilft bei der Erhebung von qualitativen Daten.
Methodisch arbeitet Denis Zeković v.a. mit qualitativen Methoden (Interviews, Participatory Mapping, Ethnographie), ist aber auch an quantitativer Textanalyse interessiert.
Forschungsschwerpunkte
- Ankommen und Aufnahme im Mehrebenensystem
- Zugehörigkeit, Grenziehungsprozesse und die lokale Produktion von Migration
- Konvivialität und alltägliche Aushandlungen von Differenz
- Qualitative Methoden und Ethnographie